SCHANZE 13 Quartiersmanagement
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 « zurück  Nr.13 / Index | 11.2003 | Seite 14   blättern » 

Stadtteilentwicklung Auswertung Quartiersmanagement

Blick zurück und Blick nach vorn (Teil V)


Herr Mau, BüNaBe

Herr Mau, BüNaBe, Polizeikommissariat 16

Ein Rückblick: Vor der Einrichtung des Quartiersmanagements war es für die Polizei schwer, in die große Zahl von sich bildenden Initiativen, anlässlich der strukturellen Veränderungen im Viertel, Einblick zu gewinnen. Um Auskunft und Hilfestellung geben zu können, bedurfte es viel Energie und eines hohen Zeitaufwandes. Insbesondere, da in diesem Viertel drei Bezirksämter für die einzelnen Straßenzüge zuständig sind. Hinzu kamen die teilweise politisch bedingten Ressentiments gegenüber dem Staat, der Stadt und somit leider auch der Polizei.

Das zentrale Management und die Aufgabenbündelung schafften bessere Informationen und feste Ansprechpartner über die Bauvorhaben und für gemeinsame Belange. Dadurch gelang natürlich auch eine breitere Einbeziehung der Anwohner und Gewerbetreibenden.

Auswertung des Quartiersmanagement anhand eines aktuellen Beispiels: Die positive Mitgestaltung des Umfeldes durch die Einbeziehung der Polizei wird in der Eifflerstraße zu spüren sein. Dem Sicherheitsgefühl des Bürgers wird in soweit Rechnung getragen werden, dass es im Zuge der Baumaßnahmen im Florapark zum Beispiel zu einer wesentlich besseren Ausleuchtung kommt. Die so genannten Angstnischen werden beseitigt und dies trägt wesentlich zur präventiven Verbrechensbekämpfung bei.

Ausblick in die Zukunft: Für das Polizeikommissariat 16 ist es wünschenswert, dass der jetzige Stand der guten Zusammenarbeit nicht verloren geht und das gegenseitige Vertrauensverhältnis weiterhin bestehen bleibt.
Quartiersmanagement Norbert Stenzel, Café Stenzel

Zurückblickend hat die STEG viel bewegt. Sie hat dieses Viertel lebens- und in vielen Dingen liebenswert gemacht. Das hat sie geschafft, ohne den multikulturellen Charakter des Viertels zu zerstören. Auch wurden viele Initiativen in diesem Viertel mit angestoßen oder mit Rat und Tat unterstützt.

Aber wo viel Licht ist, ist auch Schatten: Der FixStern. Er war und ist in meinen Augen eine Fehlentscheidung. Diesen in einer Einkaufsstraße anzusiedeln, ist bis heute nicht nachvollziehbar. Ich bin sehr dafür, den Drogensüchtigen zu helfen. Hierfür werden Steuergelder benötigt. Diese Steuergelder werden in eben dieser Straße von Gewerbetreibenden und ihren fleißigen Mitarbeitern erwirtschaftet. Das Erwirtschaften dieser Gelder kann nur gelingen, wenn auch das geeignete Umfeld für die Kundschaft da ist. Leider hat die Klientel des FixStern, und alles was dadurch folgte, dazu beigetragen, dass Familien und alte Menschen abgewandert sind. Dadurch droht die soziale und altersmäßige Bevölkerungsstruktur sehr einseitig in diesem Viertel zu werden. Aber die Mischung muss stimmen - ebenso wie die Infrastruktur. Sonst sterben die Geschäfte und damit auch die Steuergelder.
Quartiersmanagement Martin Scharlach

Martin Scharlach, 13er-Gremium (FDP Altona)

Die Arbeit des Quartiersmanagements Schanze nähert sich dem Ende. Die FDP-Fraktion-Altona war mit der Wahl im September 2001 in das 13er-Gremium eingezogen - wir wurden also erst in die Arbeit einbezogen, als alles schon lief. Aus Sicht der FDP-Fraktion kann die Arbeit des Quartiersmanagements Schanze als sehr gut bewertet werden. Das Management hat es verstanden, die unterschiedlichsten Beteiligten, Interessen und Problemkreise zu benennen, darzulegen und zum Vorteil der Schanze Lösungswege aufgezeigt, die von den Beteiligten mitgetragen wurden und werden.

Mit den verschiedenen Aktivitäten wie zum Beispiel den Schanzenspielen, dem Jobladen und dem KOOP Schanze sind Aktivitäten entstanden, um die eingeleitete Entwicklung in der Schanze auch weiterhin gewinnbringend fortzuführen. Diese Aktivitäten tragen wesentlich zur positiven Veränderung in der Schanze bei, gerade weil sie aus dem Quartier kommen.

Mit dem Quartiersmanagement Schanze ist ein Forum entstanden, das die im Quartier vorhandenen Kräfte gebündelt und für die Schanze eine positive Perspektive eingeleitet hat. Die aus der Arbeit entstandene Kommunikation wird - so steht zu wünschen - erhalten bleiben und die weitere Entwicklung des Quartiers zielführend und nutzbringend fortsetzen. Politik und Verwaltung sollten diesen eingeschlagenen Weg nutzen und weiterführen.




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