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| Auswertung Quartiersmanagement |
![]() Thomas Humbert und Beyhan Zeran, Café Eins Als Krimhild Strenger von der STEG uns das erste Mal im Café Eins besuchte, um die Idee des Quartiersmanagements und der Vernetzung zu beschreiben, wussten wir gleich, dass so etwas bisher gefehlt hatte. Das Café Eins wurde vor circa zehn Jahren durch einen Zusammenschluss von Einrichtungen im Stadtteil gegründet. Dabei waren der Bauspielplatz, das Haus für Alle, SME, das KIZ und noch eine ganze Reihe mehr. Zu der Zeit gab es viele Probleme mit Jugendlichen in den Einrichtungen, so war die Eröffnung des Jugendcafés längst überfällig und ein großer Erfolg. Die kontinuierliche Zusammenarbeit im Arbeitskreis lief aber - nachdem der Treffpunkt seinen Betrieb aufgenommen hatte - langsam aus. Kollegen, die den Prozess getragen hatten, sind zu anderen Trägern gewechselt und neue Aktivisten kamen nicht nach. Vielleicht war aber auch die Kraft mit der erfolgreichen Umsetzung des Jugendtreffs verbraucht. Nur die intensive Zusammenarbeit zwischen KIZ und Café Eins blieb bestehen und bewährte sich. Seit durch das Quartiersmanagement und den Kooperationsverbund neuer Schwung in die Zusammenarbeit unter den Einrichtungen gekommen ist, hat sich viel verändert. Im Café Eins konnten wir die Öffnungszeiten deutlich ausweiten. Das Angebot wurde erweitert und neu abgestimmt. Elternschule, Jobprojekt, offene Jugendarbeit, gemeinsame Hausaufgabenhilfe mit SME und Sozialarbeit und Segeln und PROREGIO sind Beispiele, bei denen sich in den vergangen zwei Jahren viel getan hat. Und der Prozess der Veränderung hält an. Für die Zukunft wird es darauf ankommen, die Vernetzung fortzuführen. Nach allen Erfahrungen, die wir im Laufe der Jahre mit Kooperationsstrukturen gesammelt haben, sollte diese professionell gesteuert und mit einem Etat ausgestattet werden. Der Einsatz lohnt sich auf jeden Fall. |
![]() Peter Paul Müller, Vorsitzender des 13er-Gremiums (PRO Altona) Als Vorsitzender des 13er-Gremiums für das Schanzenviertel habe ich mich persönlich in den vergangenen zwei Jahren intensiv und aktiv für die bezirksübergreifende Entwicklung des Stadtteils eingesetzt. Besonders wichtig war für mich dabei der Themenschwerpunkt "Familienfreundliches Schanzenviertel". Mit der Etablierung des Kooperationsverbundes KOOP konnte im Rahmen des Quartiersmanagements ein wichtiger Beitrag für die Verbesserung der Angebote für Familien und deren Kinder und Jugendliche geleistet werden. Hierauf können alle Beteiligten zu Recht stolz sein. Ich persönlich hoffe, dass eine Fortführung dieser konstruktiven Zusammenarbeit auch nach Beendigung des Verfahrens möglich sein wird und die drei Bezirke den KOOP entsprechend finanziell und organisatorisch unterstützen. Auch die Weiterentwicklung der Schule Altonaer Straße zur Ganztagsschule muss konsequent fortgesetzt werden. Diese Entwicklung ist bereits auf gutem Wege, bedarf aber auch im kommenden Jahr noch weiterer gemeinsamer Kraftanstrengungen. Für die Zukunft des Schanzenviertels ist aus meiner Sicht von großer Bedeutung, dass die drei Bezirke auch weiterhin gemeinsam für den Stadtteil arbeiten. Daher müssen hier entsprechende verbindliche Vereinbarungen gefunden werden, wie die erfolgreiche Kooperation sowohl auf der Ebene der Bezirksverwaltungen als auch der Bezirkspolitik zukünftig gestaltet werden soll. Für die konstruktive Zusammenarbeit in der Vergangenheit möchte ich mich bei allen Beteiligten herzlich bedanken! |
![]() Martin Kordt, Mitglied im Sanierungsbeirat Eifflerstraße Für den normalen Bürger ist sicher nicht immer klar erkennbar, was genau zum Quartiersmanagement gehört. Ich selbst habe die Arbeit der STEG und des politischen 13er-Gremiums wahrgenommen. Der STEG ist es mit ihrer ausgleichenden und moderierenden Tätigkeit gelungen, die verschiedenen Interessen und Gruppen in den Prozess einzubinden. Bei den Einzelprojekten sind die Schanzenkieker eine tolle und notwendige Sache. Ihr Erfolg sollte aber ständig kontrolliert werden - in vielen Ecken des Viertels könnte es besser aussehen. Auch die Schanzenspiele waren dieses Jahr bei dem schönen Wetter eine Bereicherung für das Viertel. Beim FixStern hat das Quartiersmanagement zwar auf die Sorgen der Anwohner reagiert und sie vielfach an die zuständigen Stellen weiter getragen. Manchmal hat sich die STEG hier jedoch zu sehr raus gehalten. Auch wenn ich die Haltung der STEG, aufgrund ihrer moderierenden Rolle, nachvollziehen kann. Die stärkste Veränderung in den letzten Jahren ist die zunehmende bauliche Verdichtung und Aufwertung. Auch haben sich andere Gewerbebetriebe, vor allem aus der Werbebranche, angesiedelt. Das hat dazu geführt, dass das Quartier einseitig bei der jüngeren Generation an Beliebtheit gewonnen hat. Zu viele Familien mit Kindern verlassen hingegen noch immer das Viertel, wenn die Kinder größer werden. Sie wollen ihren Kindern zum Beispiel das Drogenproblem und auch den stärker gewordenen Verkehr nicht zumuten. Insgesamt geht die Entwicklung aber in eine positive Richtung. Es sollte künftig ein gutes Miteinander der verschiedenen Altersgruppen geben. Und die Politik muss einfach erkennen, dass bestimmte Problemgebiete soziale Lasten für die ganze Stadt tragen - hier muss sie überdurchschnittlich investieren, auch in ein spezielles Management. |
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