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 « zurück  Nr.11 / Index | 06.2003 | Seite 05   blättern » 

QuartiersmanagementHamburgWohnungswirtschaft

Messe Lagerstraße

Schanzenviertel 12.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche

Hier könnte der Messeeingang West entstehen: Tankstelle Lagerstraße Wohnungsverwaltung Brache am Schanzenpark: Platz für 12.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche





Sanierung
Stadtteilentwicklung Messe-Erweiterung

Die Messeerweiterung ist mit Investitionen von voraussichtlich rund 300 Millionen Euro eines der größten Projekte Hamburgs in den kommenden Jahren. "Deshalb musste der Sieger auch etwas ganz Besonderes vorlegen", so der Oberbaudirektor.

Die neuen Messehallen an der Lagerstraße werden sich durch imposante Glasfronten auszeichnen. Besonders augenfällig jedoch sind die geschwungenen Tonnendächer. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis", so Walter weiter. "Innen arbeitet der Architekt viel mit Holzverschalungen. Außerdem wird helles, weißähnliches Metall für die Stützen verwendet. Das ergibt ein leichtes, angenehmes Gesamtbild."

Weitere Details der Planungen, auch hinsichtlich des in der kommunikativen Begleitung ausgehandelten Kontraktes, sind die Verschwenkung der Lagerstraße nach Süden, ein eventueller späterer Übergang vom Gelände an der St. Petersburger Straße nach Planten un Blomen. Die Mantelbebauung an der Grabenstraße wurde deutlich modifiziert, jetzt sind Büros und Wohnungen vorgesehen, das Parkhaus liegt erst dahinter. Walter nannte dies eine sehr gute Lösung. Auch der Messeplatz West - am neuen Eingang zur Messe aus Richtung Schanzenviertel - wird ansehnlich werden. Außerdem werden der Bahnhof Sternschanze sowie der Sternschanzenpark laut aktueller Planung durch einen Tunnel für Fußgänger und Radfahrer mit dem Messeplatz West verbunden werden. Allerdings müsse noch abschließend über Geld geredet werden, da der Kostenrahmen immer noch nicht ganz eingehalten sei.

Anschließend erläuterte Senatsdirektor Franz-Josef Klein aus der federführenden Wirtschaftsbehörde die formalen Daten dieses Großprojektes. Demnach hatte der Senat am 1. März dem Vertragsentwurf mit dem Konsortium ECE / Hochtief / DIL (Deutsche Industrie Leasing) zugestimmt. Die Hamburgische Bürgerschaft votierte am 10. April ebenfalls positiv. Gegenwärtig laufen weitere Verhandlungen zwischen der Hamburg Messe und dem Konsortium. Im Juni/Juli sei mit dem endgültigen Vertragsabschluss zu rechnen. "Bereits 2005 sind die ersten neuen Hallen fertig, wir werden dann zunächst 12.000 Quadratmeter mehr Ausstellungsfläche anbieten können", so Senatsdirektor Klein. Anschließend werden die bestehenden Hallen zum Teil abgerissen und neu erbaut. Die Messeerweiterung soll bis 2008 vollendet sein. Neben dem genannten Investitionsvolumen wird Hamburg zusätzlich 22 Millionen ausgeben, um den Verkehr rund um die Messe neu zu ordnen. Dazu gehören neben der Verschwenkung der Lagerstraße die Veränderung der Straßenführung an der Gnadenkirche und die Umgestaltung am Bahnhof Sternschanze. Laut Klein stehen die Mittel 2007 und 2008 bereit. "Damit ist das Gesamtprojekt voll finanziert", so Klein zufrieden.

Auf vorangegangenen Veranstaltungen hatte Senatsdirektor Klein bereits mitgeteilt, dass zwischen der Hamburg Messe und dem Fleischgroßmarkt Hamburg (FGH) "völlige Übereinstimmung" habe erzielt werden können. Damit sei der Fortbestand des FGH vertraglich bis 2022 gesichert. Die Überlegungen, an der Feldstraße ein Parkhaus zu errichten, werden gegenwärtig nicht weiter verfolgt.

Anlässlich einer früheren Veranstaltung zum Wettbewerbsverfahren hatte Bausenator Mario Mettbach nochmals festgestellt, dass die Messe "aus allen Nähten platzt". Er begrüßte, dass der Wettbewerb anonym gewesen sei, über 100 Bewerber hätten sich gemeldet, schließlich seien zwölf in die engere Wahl gekommen.

Kann das Verfahren weiterhin so straff wie bisher fortgesetzt werden, so ist damit zu rechnen, dass zur Internorga 2005 zunächst die neuen Hallen an der dann verschwenkten Lagerstraße eingeweiht werden können. Damit wird auch das angrenzende Karolinenviertel sozusagen in eine neue Epoche aufbrechen.



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