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![]() ![]() Senator Rehaag hat die ersatzlose Schließung des FixStern beschlossen Die Schanze zukünftig ohne Drogenhilfeeinrichtung? |
Der FixStern am Schulterblatt wird geschlossen!Die Zukunft des FixStern am Schulterblatt ist ein Thema, das im Stadtteil seit mehreren Jahren intensiv und kontrovers diskutiert wird. Die Bewohner machen sich hierüber genauso Gedanken wie die Gewerbetreibenden. Auch die Politiker im bezirksübergreifenden 13er-Gremium haben sich wiederholt mit der Einrichtung beschäftigt. Und der Arbeitskreis Drogen hat mit der STEG konkrete Vorstellungen zur Zukunft der Einrichtung entwickelt. Nun hat der zuständige Senator entschieden, den FixStern am Schulterblatt zu schließen und keine 1:1 Verlagerung im Stadtteil vorzunehmen. Wir haben aus diesem Anlass ein Interview mit Senator Peter Rehaag von der Behörde für Umwelt und Gesundheit (BUG) geführt. Herr Senator Rehaag, bitte erläutern Sie kurz die Schwerpunkte der Drogenpolitik des Senats. Die beiden drogenpolitischen Hauptziele des Senats sind die Reduzierung des Drogenangebots und der Drogennachfrage. Sie gelten für alle drei Säulen der Drogenpolitik, denn sowohl bei Prävention und Suchtkrankenhilfe als auch bei der polizeilichen Bekämpfung der Drogenkriminalität sind alle Anstrengungen auf die konsequente Einschränkung des Umgangs mit illegalen Drogen und eine Reduzierung der Anzahl von Süchtigen in unserer Stadt gerichtet. Sowohl in strafender als auch in helfender Hinsicht steht dabei der Interventionsgedanke jetzt viel stärker im Vordergrund als bisher. Er wird durch eine Vielzahl differenzierter Maßnahmen konkretisiert. Hamburg braucht eine "Drogenpolitik aus einem Guss". Hierbei reicht nicht aus, dass alle an einem Strang ziehen, sie müssen auch in die gleiche Richtung ziehen. Dafür werden künftig eine Staatsräte-Lenkungsgruppe und die Amtsleiterrunde Drogen Sorge tragen. Jede der beteiligten Behörden muss wissen, dass das gemeinsame Ziel nur zu erreichen ist, wenn Drogenangebot und -nachfrage gleichermaßen intensiv bekämpft werden. Dieser Grundsatz ist in Hamburg jahrelang missachtet worden. Die Folge des gestiegenen Drogenangebots war eine erleichterte Verfügbarkeit und eine völlig ungesteuerte, chaotische Nachfrage durch ein Heer immer stärker verelendeter Abhängiger, denen niemand konsequent den Weg aus der Sucht gewiesen hat. Wir haben begonnen, dies grundlegend zu ändern. Wie beurteilen Sie die aktuelle Drogensituation im Schanzenviertel? Ich sehe bei der Situation im Schanzenviertel weiterhin akuten drogenpolitischen Handlungsbedarf, da eine weitere Verfestigung des Drogenproblems in der Schanze unterbunden werden muss. Zwar ist unverkennbar, dass das konsequente polizeiliche Handeln sich auf die Dealerszene bereits ausgewirkt hat und insoweit eine Entwicklung in die richtige Richtung eingeleitet worden ist. Mir wurde aber aktuell berichtet, dass die Belastungen für die Bevölkerung durch Drogenkonsumenten im unmittelbaren Umfeld des FixStern weiterhin unzumutbar hoch sind. Die dortige Einlass-Situation erweist sich für alle Beteiligten als beträchtliches Problem. Dies ist ja offenbar auch so in der jüngsten Sitzung des 13er-Gremiums der Bezirke im Februar wieder einmal deutlich geworden. Was wird aus der Drogenhilfeeinrichtung FixStern am Schulterblatt? Klar ist: Ein Verbleib des FixStern am derzeitigen Standort wird von allen Beteiligten abgelehnt. Die hierüber geführten Gespräche mit dem Träger dauern aber noch an. Ich gehe davon aus, dass wir schon in Kürze genauer sagen können, wann die absehbare Schließung am jetzigen Standort vorgenommen werden wird. | |||
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