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 « zurück  Nr.09 / Index | 11.2002 | Seite 08   blättern » 

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300 Millionen Euro sollen bis 2008 in die Messe-Entwicklung investiert werden Wohnungsverwaltung
Neue Nutzungsideen gesucht: Kopfbau der ehemaligen Viehmarkthalle
Sanierung
Stadtteilentwicklung Messe-Entwicklung

Neuigkeiten zur Messe-Entwicklung

Wie wir bereits mehrfach berichtet haben und den Hamburger Medien zu entnehmen war, wird die Hamburg Messe an ihrem bestehenden Standort erweitert. Diese Entscheidung des Hamburger Senats hat natürlich Auswirkungen auf die umliegenden Wohnquartiere Karolinen- und Schanzenviertel. Deshalb hat der neue Senat jetzt zugesagt, dass die von der Vorgängerregierung begonnene kommunikative Begleitung zur Messe-Entwicklung mit den umliegenden Quartieren fortgeführt wird.

Zu Beginn der Fortsetzung dieses Begleitungsprozesses hat am 30. September eine öffentliche Informationsveranstaltung stattgefunden, zu der alle Bewohner der angrenzenden Quartiere eingeladen wurden. Senatsdirektor Klein von der Behörde für Wirtschaft und Arbeit sowie Oberbaudirektor Walter von der Behörde für Bau und Verkehr haben an diesem Abend den aktuellen Sachstand vorgestellt. Anschließend hatten die ca. 80 Anwesenden die Gelegenheit, Fragen zu stellen und ihre Meinung zu einzelnen Punkten oder der Gesamtplanung zu äußern.

Die Hamburg Messe und Congress GmbH HMC hat mittlerweile vom Senat grünes Licht erhalten, mit den vier besten Anbietern der im Jahre 2001 ausgelobten Investorenausschreibung konkrete Vertragsverhandlungen aufzunehmen. Die Bieter waren damals aufgefordert worden, auf der Grundlage des planerischen und baulichen Konzeptes für die Messeerweiterung vom Juni 2001 ein Komplettangebot unter der Überschrift "Bauen und Finanzieren aus einer Hand" abzugeben. Die geschätzten Gesamtinvestitionen der Messe-Entwicklung belaufen sich auf voraussichtlich 300 Millionen Euro. Bereits zur INTERNORGA-Messe im März 2005 sollen zusätzliche Ausstellungsflächen angeboten werden. Das Gesamtprojekt soll im Jahr 2008 fertig gestellt sein.

Im Vorgriff auf die Entscheidung für einen Investor leitet die HMC bereits jetzt einen zweistufigen hochbaulichen Realisierungswettbewerb mit städtebaulichen und freiraumplanerischen Ideenanteilen ein. Ziel des Wettbewerbs ist es, die neuen Ausstellungshallen optisch attraktiv und gleichzeitig funktional zu gestalten. Nach Aussage der Behörde für Wirtschaft und Arbeit gilt es dabei ebenso, die Messe in ihrer besonderen innerstädtischen Lage zwischen Planten un Blomen, dem Fleischgroßmarkt und den umliegenden Quartieren städtebaulich zu integrieren.

Aus der Gruppe der Interessenten werden in der ersten Stufe bis zu zwölf Teilnehmer ausgewählt. Diese Teilnehmer erarbeiten anschließend ihre Wettbewerbsbeiträge. Im Januar 2003 tagt dann bereits das Preisgericht, um den besten Entwurf auszuwählen. Das Preisgericht setzt sich aus einem Fach- und einem Sachpreisgericht zusammen. Daneben gibt es "sachverständige Gäste ohne Stimmrecht", z. B. Vertreter der Kammern, des Fleischgroßmarktes und auch des Sanierungsbeirates Karolinenviertel. Der Sanierungsbeirat hat hierzu die Anwohnerin Frau Maike Müller als Vertreterin bestimmt.

Parallel zu dem Wettbewerbsverfahren wird die Behörde für Bau und Verkehr soweit erforderlich vorbereitende Planungsaufträge für notwendige Infrastrukturmaßnahmen erteilen. So hat beispielsweise die STEG den Auftrag erhalten, Nutzungsideen für den Kopfbau der ehemaligen Viehmarkthalle zu entwickeln. Dieses Backsteingebäude liegt zwischen Lagerstraße und Bahngleisen, versteckt hinter einer Böschung zur Schanzenstraße. Darüber hinaus hat die Baubehörde in Abstimmung mit der Wirtschaftsbehörde zur Präzisierung der Kosten für den Bau und Betrieb einer Tiefgarage unter dem Heiligengeistfeld durch einen privaten Investor zu einem unverbindlichen Interessen-Bekundungs- Verfahren aufgefordert. Die geplante Tiefgarage soll zunächst 1.500 Plätze zur Verfügung stellen und eine Erweiterungsoption um die gleiche Anzahl haben.



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