
Der KOOP macht viele Angebote für Kinder,
Jugendliche und Eltern |
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Kooperationsverbund Schanze |
Ein Viertel in Bewegung: Alle reden von Kooperation, wir machen es
Seit der Gründung des Kooperationsverbundes Schanzenviertel (KOOP) sind anderthalb Jahre vergangen.
Viele spannende Projekte sind in dieser Zeit ins Leben gerufen worden, die für Kinder, Jugendliche und
auch Erwachsene aus dem Schanzenviertel zugänglich sind. In den Bereichen Sport, Beschäftigung,
Familienförderung und Schule werden inzwischen mehr als 20 Angebote gemacht.
Zu den beliebten Angeboten des KOOP zählen zum Beispiel die Krabbelgruppen
im Kinderglück, der Bollerwagen des Jesus-Centers, der auf Spielplätzen unterwegs
ist, das Eltern-Café der Elternschule, die verschiedenen Sportangebote
beim SC Sternschanze, ein Kraftraum im KIZ, Carrom bei SME, Jonglage und
Akrobatik in der Schule Ludwigstraße, Sport für Mädchen vom Mädchentreff,
Kletterangebote im Flora-Park sowie Koch- und Kellnerjobs im Café Eins.
Für jeden ist etwas dabei!
Der KOOP ist eins von elf öffentlich geförderten Modellprojekten in Hamburg.
Bislang ist noch nicht klar, wie lange es in dieser Form weitergeht, da die
Finanzierung zunächst nur bis April 2003 gesichert ist. Die KOOP-Partner
sind daher seit den Sommerferien viel unterwegs, um Politik und Verwaltung
deutlich zu machen, wie wichtig und sinnvoll die Kooperation der Einrichtungen
und deren Angebote im Schanzenviertel sind. Auf einer Veranstaltung am
29. August, zu der die STEG eingeladen hat, sprach sich der Bezirksamtsleiter
von Hamburg-Mitte, Herr Markus Schreiber, ausdrücklich für das Projekt aus.
Er sieht in der Arbeit des KOOP langfristig die Chance, dass Familien nicht
auf staatliche Hilfen angewiesen sind, weil sie frühzeitig Unterstützung in
schwierigen Lebenslagen erhalten. Herr Schreiber unterstrich dabei, dass auch
die Bezirke Altona und Eimsbüttel dieser Meinung sind.
Diese Aussagen kann der KOOP aus seinen Erfahrungen nur bestätigen.
Durch den einfachen Zugang zu sozialpädagogisch geschulten Fachkräften
über die genannten Angebote, können manche Probleme von Familien unkompliziert
und vor allem frühzeitig gelöst werden. Die Ratsuchenden müssen
nicht erst den großen Schritt zu offiziellen Stellen wie den Allgemeinen Sozialen
Diensten (ASD) überwinden. Gleichzeitig können die Mitarbeiter des ASD
Ratsuchende auf die zahlreichen Angebote im Schanzenviertel verweisen.
Auch hier hat sich in den vergangenen Monaten ein noch loses aber vielversprechendes
Netzwerk zwischen den Beteiligten entwickelt.
Fachforum des KOOP
Impulse bekommen, inhaltlich am Ball bleiben und Informationen austauschen
- das waren die Ziele des Fachforums, das am 27. September stattgefunden
hat. Auf Einladung des KOOP haben sich über 60 interessierte
Fachleute aus verschiedenen Bereichen getroffen: von Mitarbeitern aus den
sozialen Einrichtungen, den Allgemeinen Sozialen Diensten, den Jugendämtern,
den Schulen und REBUS-Stellen über Vertreter aus der Kommunalpolitik bis
hin zu Gewerbetreibenden und Vertretern der Gesundheitsberufe. Referenten
aus Frankfurt / Main, Münster und Hamburg verdeutlichten auf der Veranstaltung
anhand konkreter Projekte, wie wichtig die enge Zusammenarbeit
verschiedener Politik- und Verwaltungsbereiche aber auch zwischen sozialen
Einrichtungen und Unternehmen ist. Konkrete Themen waren der Aufbau
eines Jobladens im Schanzenviertel, die Erfahrungen aus einem Kinderbüro
in Frankfurt, die intensive Betreuung von Hilfesuchenden sowie die Notwendigkeit
der Kooperation von Schule und Jugendhilfe.
Auf dem Forum gab es rege und lebendige Diskussionen und es wurden
neue Kontakte gestiftet. Die Partner des KOOP sind sehr motiviert, auch zukünftig
gemeinsam für die Kinder, Jugendlichen und Familien im Schanzenviertel
zu arbeiten. Auch wenn sie sich für zukünftige heiße Zeiten wappnen
müssen, wie Dr. Hammer vom Amt für Jugend der Stadt Hamburg sein
Resümee auf der Veranstaltung beendete. Er sieht jedoch die Arbeit des
KOOP als sehr positiv, auch wenn die finanzielle Lage der Stadt Hamburg
wenig rosig aussieht.
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