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 « zurück  Nr.09 / Index | 11.2002 | Seite 04   blättern » 

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hundekot

Der KOOP macht viele Angebote für Kinder, Jugendliche und Eltern
Sanierung
Stadtteilentwicklung Kooperationsverbund Schanze

Ein Viertel in Bewegung:
Alle reden von Kooperation, wir machen es


Seit der Gründung des Kooperationsverbundes Schanzenviertel (KOOP) sind anderthalb Jahre vergangen. Viele spannende Projekte sind in dieser Zeit ins Leben gerufen worden, die für Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene aus dem Schanzenviertel zugänglich sind. In den Bereichen Sport, Beschäftigung, Familienförderung und Schule werden inzwischen mehr als 20 Angebote gemacht.

Zu den beliebten Angeboten des KOOP zählen zum Beispiel die Krabbelgruppen im Kinderglück, der Bollerwagen des Jesus-Centers, der auf Spielplätzen unterwegs ist, das Eltern-Café der Elternschule, die verschiedenen Sportangebote beim SC Sternschanze, ein Kraftraum im KIZ, Carrom bei SME, Jonglage und Akrobatik in der Schule Ludwigstraße, Sport für Mädchen vom Mädchentreff, Kletterangebote im Flora-Park sowie Koch- und Kellnerjobs im Café Eins. Für jeden ist etwas dabei!

Der KOOP ist eins von elf öffentlich geförderten Modellprojekten in Hamburg. Bislang ist noch nicht klar, wie lange es in dieser Form weitergeht, da die Finanzierung zunächst nur bis April 2003 gesichert ist. Die KOOP-Partner sind daher seit den Sommerferien viel unterwegs, um Politik und Verwaltung deutlich zu machen, wie wichtig und sinnvoll die Kooperation der Einrichtungen und deren Angebote im Schanzenviertel sind. Auf einer Veranstaltung am 29. August, zu der die STEG eingeladen hat, sprach sich der Bezirksamtsleiter von Hamburg-Mitte, Herr Markus Schreiber, ausdrücklich für das Projekt aus. Er sieht in der Arbeit des KOOP langfristig die Chance, dass Familien nicht auf staatliche Hilfen angewiesen sind, weil sie frühzeitig Unterstützung in schwierigen Lebenslagen erhalten. Herr Schreiber unterstrich dabei, dass auch die Bezirke Altona und Eimsbüttel dieser Meinung sind.

Diese Aussagen kann der KOOP aus seinen Erfahrungen nur bestätigen. Durch den einfachen Zugang zu sozialpädagogisch geschulten Fachkräften über die genannten Angebote, können manche Probleme von Familien unkompliziert und vor allem frühzeitig gelöst werden. Die Ratsuchenden müssen nicht erst den großen Schritt zu offiziellen Stellen wie den Allgemeinen Sozialen Diensten (ASD) überwinden. Gleichzeitig können die Mitarbeiter des ASD Ratsuchende auf die zahlreichen Angebote im Schanzenviertel verweisen. Auch hier hat sich in den vergangenen Monaten ein noch loses aber vielversprechendes Netzwerk zwischen den Beteiligten entwickelt.

Fachforum des KOOP

Impulse bekommen, inhaltlich am Ball bleiben und Informationen austauschen - das waren die Ziele des Fachforums, das am 27. September stattgefunden hat. Auf Einladung des KOOP haben sich über 60 interessierte Fachleute aus verschiedenen Bereichen getroffen: von Mitarbeitern aus den sozialen Einrichtungen, den Allgemeinen Sozialen Diensten, den Jugendämtern, den Schulen und REBUS-Stellen über Vertreter aus der Kommunalpolitik bis hin zu Gewerbetreibenden und Vertretern der Gesundheitsberufe. Referenten aus Frankfurt / Main, Münster und Hamburg verdeutlichten auf der Veranstaltung anhand konkreter Projekte, wie wichtig die enge Zusammenarbeit verschiedener Politik- und Verwaltungsbereiche aber auch zwischen sozialen Einrichtungen und Unternehmen ist. Konkrete Themen waren der Aufbau eines Jobladens im Schanzenviertel, die Erfahrungen aus einem Kinderbüro in Frankfurt, die intensive Betreuung von Hilfesuchenden sowie die Notwendigkeit der Kooperation von Schule und Jugendhilfe.

Auf dem Forum gab es rege und lebendige Diskussionen und es wurden neue Kontakte gestiftet. Die Partner des KOOP sind sehr motiviert, auch zukünftig gemeinsam für die Kinder, Jugendlichen und Familien im Schanzenviertel zu arbeiten. Auch wenn sie sich für zukünftige heiße Zeiten wappnen müssen, wie Dr. Hammer vom Amt für Jugend der Stadt Hamburg sein Resümee auf der Veranstaltung beendete. Er sieht jedoch die Arbeit des KOOP als sehr positiv, auch wenn die finanzielle Lage der Stadt Hamburg wenig rosig aussieht.



Stadtplanung
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