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 « zurück  Nr.08 / Index | 06.2002 | Seite 03   blättern » 

QuartiersmanagementHamburgWohnungswirtschaft

extreme Hundekot Dichte

Tipps für Hundebesitzer

Das stinkt zum Himmel: AnwohnerInnen der Fettstraße leiden unter extremer Hundekot-Dichte Wohnungsverwaltung
Da hilft nur prompte Beseitigung: Praktische Tipps für Hundebesitzer gibt's bei www.machsweg.de





Sanierung
Stadtteilentwicklung Schanzenkieker

www.machsweg.de, denn Hundekot ist Sch...


Wieso bleibt auf dem Schulterblatt der Blick gesenkt? Warum betritt man Grünstreifen nur zögerlich? Richtig: Dahinter steckt die Angst, "voll rein" in Hundekot zu treten. Man hat sich schon fast daran gewöhnt. Aber wäre es nicht toll, wenn die HundebesitzerInnen die Verantwortung für das Beseitigen der "Tretminen" übernähmen? Nach dem Verursacherprinzip müssten sie es. Falls es mal mitten auf dem Gehweg, der Liegewiese oder dem Grünstreifen passiert, sollten Herrchen oder Frauchen sich darum kümmern, statt schnell weiter zu gehen. Schließlich gehen Hunde nicht aufs Klo und sch... auch nicht auf Kommando.

Obwohl die Schanzenkieker jeden Werktagsmorgen das Schanzenviertel reinigen, bleibt Hundekot hier nach wie vor ein großes Problem. Ein Anwohner der Fettstraße, berichtet von einem regelrechten Sch...tourismus:"Bis zu 80 Haufen liegen in der Fettstraße auf hundert Metern Gehweg. Die Mieter in den unteren Stockwerken können mitunter die Fenster nicht mehr öffnen, weil es stinkt." Die 40.000 in Hamburg gemeldeten Hunde hinterlassen täglich rund zwölf Tonnen Kot.

"Wir haben mit Unterstützung der Werbeagentur Jung von Matt eine Kampagne entwickelt, die an das Verantwortungsbewusstsein der HundebesitzerInnen und Hundebesitzer appelliert", sagt Kurt Reinken, der im Rahmen des Quartiersmanagements für den Bereich Stadtteilpflege zuständig ist. Die Plakate, auf denen Kinderbesteck oder Spielzeug neben Kothaufen liegt, sind ab Mitte Juni im gesamten Schanzenviertel und im Karoviertel zu sehen. Außerdem wurden mit dieser Ausgabe von SCHANZE Postkarten mit "Grüßen aus dem Schanzenviertel" an alle Haushalte sowie Läden verteilt. Ziel der Kampagne ist es, die Hundebesitzer zur Beseitigung der "großen Geschäfte" ihrer Hunde zu bringen. Dazu reicht eine einfache Plastiktüte. Die volle Tüte lässt sich dann unterwegs in einem öffentlichen Mülleimer oder daheim im Hausmüll entsorgen. Wer will, kann im Fachhandel auch spezielles "Reinigungsgeschirr" erwerben.

Kernstück der Kampagne ist die Webseite www.machsweg.de: Hier können Interessierte beim Forum miteinander diskutieren oder auch einfach nur "Dampf ablassen". Hundebesitzer erfahren, wie sie beispielsweise die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner "sauber" und günstig aufnehmen und entsorgen können. Hier gibt es Informationen zur Rechtslage rund um Hundehaltung in Hamburg - was passiert eigentlich mit der Hundesteuer? Daneben kann man sich die Kampagnen-Plakate bestellen, Postkarte und Plakatmotive online verschicken und lustige Spiele wie das Hundekot-Memory spielen.

Weil das Mitnehmen der ersten Haufen wohl die größte Überwindung kostet, sollen die Hundebesitzer für ihren eigentlich selbstverständlichen Einsatz belohnt werden: Bei der Aktion "Voller Beutel gegen Leckerli" nehmen STEG-MitarbeiterInnen vom 24. bis 26. Juni auf "Hauptgeschäftsstraßen" volle Hundekot-Beutel entgegen, und die Überbringer werden mit Hunde-Leckerli belohnt. Am 24. Juni startet die Aktion auf dem Schulterblatt, dann folgen Fettstraße und Bahnhofsvorplatz am Eingang zum Schanzenpark. Parallel zur Kampagne werden im Viertel vermehrt Mitarbeiter des Hundekontrolldienstes vom Bezirksamt Hamburg-Mitte unterwegs sein. Kurt Reinken: "Bleibt zu hoffen, dass sich die Situation bald verbessert, damit alle das Schanzenviertel wieder optimal nutzen können - auch ohne den Blick gesenkt zu halten."

Stadtplanung
Kurt Reinken   Autor:
Kurt Reinken, Themen: Gewerbe und Stadtteilpflege
Immobilienbewirtschaftung STEG, Schulterblatt 26-36, 20357 Hamburg
Wohnungswirtschaft (040) 43 13 93 - 42
Quartiersmanagement (040) 39 27 58
Stadtteilsanierung kurt.reinken@steg-hh.de
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