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schakie

Hundekot

Sitz des Projektkoordinators: Im Schanzenkieker- Büro finden Sie einen Ansprechpartner in Sachen Müll quartiersmanagement Voll rein: Gegen Hundehaufen an unpassenden Stellen wie auf Gehwegen wendet sich die Frühjahrskampagne der Schakies





Schanzenkieker

Von der Pilotphase zum Regelsystem?


An jedem Werktag sind die Schanzenkieker vormittags unterwegs und reinigen Gehwege und Grünstreifen. Man erkennt sie an ihrer leuchtend gelben Schutzkleidung. Doch die fällt kaum noch auf: Die Schanzenkieker gehören inzwischen zum alltäglichen Straßenbild. Im Karoviertel begannen sie ihre Arbeit im Juni 2000. Von der Getränkedose bis zum Hundehaufen beseitigen sie Müll aller Art - seit Januar 2001 auch im kompletten Schanzenviertel. Während es zuvor verschiedene Reinigungskolonnen für die Beseitigung von Verschmutzungen auf Gehwegen, Grünanlagen und privaten Flächen gab, bieten die Schanzenkieker die komplette Reinigung aus einer Hand an.

Das Projekt, das die STEG als Quartiersmanagerin angesichts der Vermüllung im öffentlichen Raum startete, wurde von der Umweltbehörde zunächst in der Pilotphase bis Ende 2001 finanziert. Es umfasst - neben den Schanzenkiekern selbst, die bei der Stadtteilreinigungsgesellschaft STR angestellt sind - auch einen "Kümmerer" vor Ort. Dieser Koordinator steht im Schanzenkieker- Büro in der Schanzenstraße 35 zum einen als Ansprechpartner für AnwohnerInnen zur Verfügung, zum anderen leitet er gemeldete Missstände weiter und kontrolliert die Reinigung. Inzwischen ist die Fortführung des Stadtteilpflegeprojekts im Jahr 2002 gesichert. Ferner wird die Überführung des Schanzenkieker-Prinzips in ein Regelsystem für Gebiete mit besonderen Verschmutzungsbelastungen geprüft.

Zu Beginn des Jahres 2002 legte die STEG eine erste Bilanz des Pilotversuchs vor, den SCHANZE hier für Sie zusammengefasst hat:

-- Berichten von AnwohnerInnen zufolge hat sich der "Sauberkeitseindruck" im Viertel verbessert. Dies liegt sicher u. a. daran, dass die Schanzenkieker flächendeckend reinigen. Das heißt, wenn sie den Gehweg von Müll befreien, sammeln sie auch gleich den Unrat auf dem benachbarten Grünstreifen auf.

-- Die Beteiligung der Gartenbauämter der Bezirke sowie privater Eigentümer fiel unerwartet zögerlich aus. Während das Gartenbauamt des Bezirks Hamburg-Mitte den Spielplatz BaSchu sowie diverse Flächen im Karoviertel durch die "Schakies" reinigen lässt, kam mit dem Bezirk Eimsbüttel lediglich eine Kooperation für die sonntägliche Reinigung des Schanzenparks und Spielflächen im Bereich des nördlichen Schanzenviertels zustande. Der Bezirk Altona beteiligte sich nicht an dem Pilotversuch.

-- Vor allem in Schulen leisteten die Schanzenkieker Präventionsarbeit: Sie riefen z. B. Wettbewerbe für die Bemalung von Papierkörben aus, die anschließend im Quartier aufgehängt wurden. Diese vorbeugende Arbeit soll weiter verfolgt werden.

Während sich die generelle Müllsituation deutlich gebessert hat, stellen durch Hundekot verunreinigte Gehwege und Grünflächen immer wieder ein großes Ärgernis dar. Die Werbeagentur Jung von Matt, selbst im Karoviertel ansässig, hat angeboten, den Schanzenkiekern eine Kampagne gegen Hundekot zu sponsern (SCHANZE berichtete). Erste Ideen präsentierte die Agentur im November 2001. Die Kampagne soll an das Verantwortungsbewusstsein der HundebesitzerInnen appellieren und im April starten. Parallel sind auch mehrere Aktionen im Viertel geplant, die die HunderbesitzerInnen dazu bringen sollen, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner mitzunehmen und z. B. in einem Papierkorb der Stadtreinigung Hamburg zu entsorgen. Über die Aktionstermine werden wir auf der Homepage www.schanzen-info.de sowie über die Presse informieren.

Kurt Reinken   Autor: Kurt Reinken, STEG
(Gewerbe & Stadtteilpflege)

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Kontakt: Samuel Kirschner
Projektkoordinator Schanzenkieker

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