

Peter Paul Müller
Elisabeth Will
Was ist das 13er-Gremium?
Das 13er-Gremium setzt sich aus jeweils
einem Vertreter der Fraktionen (SPD,
CDU, GAL und Schill-Partei sowie FDP in
Altona) in den Bezirksversammlungen
von Hamburg-Mitte, Eimsbüttel und
Altona zusammen. Es tritt an die Stelle
des bisherigen 9er-Gremiums und übernimmt
dessen Funktion und Aufgabe.
Über die Bezirksgrenzen hinweg tauschen
sich die Politiker im 13er-Gremium über
die künftige Entwicklung des Schanzenviertels
aus und stellen nach Möglichkeit
Konsens über das Vorgehen her.
Die beiden Vorsitzenden des 13er-Gremi-ums
werden durch eine Geschäftsführung
unterstützt. Bis März 2002 liegt
sie beim Bezirksamt Altona, danach beim
Bezirksamt Mitte.
Die Protokolle der öffentlichen Sitzungen
des 13er-Gremiums, das jeden dritten
Mittwoch im Monat tagt, können
abgerufen werden unter
Materialien.
Die Mitglieder des 13er-Gremiums sowie
weitere AnsprechpartnerInnen für das
Quartiersmanagement finden Interessierte
unter Adressen.
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13er-Gremium |
Alles neu macht der September
Die Hamburger Wahl vom 23. September
2001 hatte nicht nur Auswirkungen auf die
Zusammensetzung von Senat und Bürgerschaft,
sondern auch ganz konkret für das
Schanzenviertel: Das 9er-Gremium wurde
wegen der neuen Zusammensetzungen in den
beteiligten Bezirken nun zum 13er-Gremium.
Bei der ersten Sitzung des 13er-Gremiums
am 16. Januar 2002 haben dessen Mitglieder
Peter Paul Müller von der Schill-Partei
und Elisabeth Will von der CDU Altona zum
neuen Vorsitzenden bzw. zur neuen stellvertretenden
Vorsitzenden gewählt. SCHANZE
hat die beiden gebeten, sich kurz vorzustellen.
(Ein telefonisches Interview mit Herrn
Müller wurde zusammengefasst.)
Peter Paul Müller
Als gebürtiger Hamburger erlernte
Peter Paul Müller nach der Schulausbildung
den Beruf des Betonbauers,
bevor er Hochbautechnik studierte
und fast 25 Jahre als Bauleiter auf
unterschiedlichsten Baustellen in
und um Hamburg tätig war. Neben-bei
hat er sich stets ehrenamtlich in
Vereinen oder Komitees engagiert -
unter anderem als Vertreter der
Gewerbetreibenden im Sanierungs-beirat
des Karolinenviertels. Dort
betreibt seine Frau seit zwölf Jahren
die Gaststätte "Erikas Eck". Dies ist
auch ein Grund dafür, dass er sich
dem Schanzenviertel verbunden
fühlt, seine Frau und er waren jahrelang
täglich hier. Inzwischen fehlt
ihm dazu die Zeit. Denn seit seiner
Entscheidung, sich politisch zu engagieren,
hat er einen Fulltimejob.
Er sitzt für die Partei Rechtsstaatliche
Offensive in der Bürgerschaft
und ist zugleich deren Vizepräsident.
Außerdem vertritt er die Partei im
EFRE-Ausschuss, in den Ausschüssen
für Europa und Städtepartnerschaft
sowie für Sport und Jugend
und im Petitionsausschuss. Als ihn
seine Fraktionskollegen aus der
Bezirksversammlung Altona baten,
auch Mitglied des 13er-Gremiums
zu werden, hat er trotzdem nicht
lange gezögert. "Es ist ein Viertel mit
Herz", sagt er, "und ich bin daran
interessiert, wie es sich weiterentwickelt.
Ich habe das Gefühl,
der Stadtteil wird anonymer, die
Menschen haben keine Zeit mehr für
ihre Nachbarn."
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Heute ist Peter Paul Müller 61 Jahre
alt, hat drei erwachsene Kinder und
lebt mit seiner Frau zusammen in
einem Einfamilienhaus in Lurup.

Elisabeth Will
Nach dem Studium der Geschichte
und Germanistik in Hamburg bin ich
Hausfrau gewesen mit einer großen
Familie. In Altona lebe ich mit Unterbrechungen
seit meiner Kindheit. Damals
war Altona noch eine Großstadt
in Schleswig-Holstein - ein Hinweis
auf mein Alter: Ich bin 75 Jahre alt.
Mit dem Schanzenviertel verbinden
mich viele Erinnerungen, z. B. an den
Kinderarzt oder den Wasserturm, der
bei uns früher viele Fragen weckte.
Heute bringen mich Projekte und Veranstaltungen
in die Volkshochschule
an der Schanzenstraße oder Vorträge
und Diskussionen ins Institut für Zeitgeschichte
am Schulterblatt. Häufiger
aber noch beschäftigen mich die
Fragen und Aufgaben, die das 13er-Gremium
in der Nachfolge des alten
9er-Gremiums zu lösen hat. Da ist
vor allem die beschlossene Verlagerung
des FixSterns vom Schulterblatt
in die Schanzenstraße / Ecke Lagerstraße.
Die CDU-Fraktion dringt auf
eine rasche Lösung für die umstrittene
Eingangsgestaltung der neuen
Einrichtung und auf feste Finanzierungszusagen
durch die Behörden.
An diesen beiden Problemen scheiterte
ein einvernehmlicher Beschluss
des 9er-Gremiums. Jetzt werden
Nägel mit Köpfen gemacht, damit
der FixStern umziehen kann. Auch
während der Verlagerungsphase werden
wir darauf achten, dass die Belange
der Nachbarn geschützt und
beachtet werden!
Darüber werden wir die vielen
anderen Aufgaben nicht vergessen:
Kinder und Jugendliche und damit
die Familien im Schanzenviertel werden
weiter im Mittelpunkt unserer
Arbeit stehen. Schulen im Stadtteil,
Kinderbetreuung und Jugendeinrichtungen,
Freizeitangebote und Familienwohnraum,
Arbeitsplätze und
grüne Lungen im Quartier: Es gibt
noch viele Aufgaben, und wir werden
keine Zeit verlieren sie anzupacken.
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