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![]() ![]() ![]() Ausgewählt: Die Schule Altonaer Straße wurde mit einem eigenen Projektvorschlag ins Förderprogamm der ZEIT-Stiftung aufgenommen |
ZEIT-Stiftung fördert die Schule Altonaer StraßeDie ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius hat die Initiative "LernWerk-Hamburg" ins Leben gerufen. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die Hauptschulen verstärkt mit ungünstigem Lernklima und Schulverdrossenheit zu kämpfen haben, soll die neu gegründete Initiative etwas für die Reformierung der Hamburger Hauptschulen tun. Hierfür werden von der Stiftung in den nächsten drei Jahren insgesamt 1,1 Mio. Mark zur Verfügung gestellt. Mit diesen Fördermitteln können Reformideen umgesetzt werden, die Schulen in Eigeninitiative entwickelt haben. Vier Schulen, die sich im Frühjahr 2000 mit einem Projektvorschlag zur besseren Lebens- und Berufsvorbereitung ihrer Schülerinnen und Schüler beworben hatten, wurden bisher in das Förderprogramm aufgenommen. Die Schule Altonaer Straße gehört dazu. Sie bewarb sich mit dem Konzept eines so genannten Werkstatt-Tages mit angeschlossenem Berufswahl-Coaching, das seit Beginn des Schuljahres 2001/2002 in die Praxis umgesetzt wird. Immer donnerstags erleben nun Schülerinnen und Schüler der 8. Hauptschulklasse den "Ernstfall" eines an Realbedingungen ausgerichteten Arbeitstages. Von 8 bis 16 Uhr arbeiten sie in den Fachbereichen Textil, Holz, Küche, Metall und Garten an schulinternen Aufträgen. Die Holz-Gruppe erstellt ein Holzspielhaus für den Schulhof. Die Küchen-Gruppe beliefert in Catering-Projekten Elternabende, Lehrerkonferenzen oder Schülerratssitzungen. Die Textil-Gruppe erstellt einen Wandfries für den Schulflur. Die Schule kann mit Werkstätten für die genannten Bereiche aufwarten, die handwerklich-fachliche Betreuung haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Eimsbütteler Beschäftigungsträgers "einfal" übernommen. Eine Gruppengröße von sechs bis acht Schülerinnen und Schülern gewährleistet individuelle Zuwendung und damit das Gelingen des Projektes, das es sich zum Ziel gesetzt hat, die Berufschancen der Hauptschulabsolventinnen und -absolventen zu verbessern, ihre Ich-Stärke und ihr Durchhaltevermögen zu steigern. Neben dem Hineinschnuppern in verschiedene Gewerke (jeder Schüler durchläuft in seinem 8. Schuljahr drei verschiedene Fachbereiche), kommt vor allem den Aspekten Teamwork, Zuverlässigkeit und Ausdauer Bedeutung zu. Ein begleitender Informatik-Kurs vermittelt Textverarbeitungs- und Internetkompetenzen, so dass die Jugendlichen ihre zu erstellenden Arbeitsprotokolle in ansprechende Form bringen und im Internet nach weiter gehenden Informationen über ihre Fachbereiche suchen können (berufliche Möglichkeiten, Praktikums- und Ausbildungsplätze). In der Klassenstufe 9 soll es für die so vorbereiteten Schülerinnen und Schüler neben einem Berufspraktikum eine Stärken- und Kompetenzeinstufung geben, bei der die Jugendlichen die Vorstellungen über ihre berufliche Zukunft konkretisieren können. Obwohl die finanzielle Förderung des Projektes durch die ZEIT-Stiftung auf drei Jahre begrenzt ist, gibt sich Schulleiter Jürgen Seemann zuversichtlich: "Wir werden erfolgreich sein, und dieser Erfolg wird uns hoffentlich eine weitere Förderung sichern." | |||
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Autorin: Dr. Iris Block Projektleiterin an der Schule Altonaer Straße und Lehrerin für Deutsch und Chemie | |||
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