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 « zurück  Nr.05 / Index | 07.2001 | Seite 08   blättern » 








Bald ein Bild der Vergangenheit? Im Rahmen der Umgestaltung kommen neue Fahrradbügel Neuer Treffpunkt: Gegenüber dem Eingang zum Flora-Park entsteht ein kleiner Platz Dipl.-Ing. Jürgen Spanheimer: Sein Büro erarbeitete das Verkehrskonzept


Über die Umgestaltung des Schulterblatts gibt es auch eine Extra-Ausgabe der Quartiersnachrichten. Sie wird im Viertel verteilt und ist außerdem bei der STEG erhältlich.
Schulterblatt

Eine Straße bekommt ein neues Gesicht


Im Anschluss an die Sielbauarbeiten soll noch im Sommer der Umbau des Schulterblatts beginnen. Zur Frage, wie die Hauptstraße des Schanzenviertels nach den Bauarbeiten aussehen soll, trafen sich seit 1999 Anwohner, Gewerbetreibende, Fachleute und Vertreter aus Verwaltung und Politik in einer Arbeitsgruppe, zu der die STEG eingeladen hatte. Der Diplom-Ingenieur Jürgen Spanheimer, dessen Büro SBI von der Tiefbauabteilung des Bezirks Hamburg-Mitte mit der Erarbeitung des Verkehrskonzepts beauftragt worden war, nahm an den monatlichen Treffen der AG von der ersten Sitzung an teil.

Herr Spanheimer, welche Interessen galt es bei Ihrer Planung zu berücksichtigen?
Anfangs waren die Positionen sehr unterschiedlich. Die Radfahrer wollten breite Radwege, die Geschäftsleute breite Gehwege, Autofahrer eine breite Fahrbahn, und Mütter wollten am liebsten gar keinen Verkehr auf dem Schulterblatt. Ziel der AG war es, einen Kompromiss zu finden. Dabei bestand meine Aufgabe zum Beispiel auch darin, die Grenzen einer Verkehrsplanung aufzuzeigen. Das Schulterblatt gehört zum so genannten Vorbehaltsstraßennetz, das sind Straßen, die für temporäre Umleitungen und auch für Linienbusse zur Verfügung stehen müssen. Solche Straßen dürfen z. B. keine Tempo-30-Zone beinhalten.

Wie wird das Schulterblatt nach dem Umbau aussehen?
Im Randbereich der Fahrbahn wird es für die Radler gebrauchtes, glattes Kopfsteinpflaster geben. Beidseitig kann man mit Parkschein parken oder anliefern. Einige Gehwegverbreiterungen erleichtern das Überqueren der Fahrbahn zwischen Julius- und Lerchenstraße. Dabei werden Absenkungen es ermöglichen, dass Rollstuhlfahrer, Radler und Eltern mit Kinderwagen problemlos passieren können. Der Gehweg wird weitgehend von Barrieren wie Schilder- und Lampenmasten befreit. Zwischen Susannen- und Rosenhofstraße entsteht ein kleiner, ebenerdiger Platz. Die jetzige Nebenfahrbahn wird so zur Pkw-freien Fußgängerzone. Gastronomen können auf eine Breite von 3,5 Metern Sondernutzungen für Tische und Stühle beantragen. Davor soll eine Spur für den Anlieferungsverkehr und Notfahrzeuge frei bleiben. Sein Auto wird man in Parkbuchten senkrecht zur Fahrtrichtung abstellen können. Gegenüber dem Flora-Park-Eingang wird die ebene Fläche bis an den Fahrbahnrand herangeführt. Auf dem Platz und übers Schulterblatt verteilt werden Sitzbänke montiert. Zum Befestigen von Rädern stehen nach dem Umbau an mehreren Stellen Fahrradbügel zur Verfügung.

Fallen im Bereich des Schulterblatts Parkplätze weg?
Auf dem Schulterblatt wird es in der Tat weniger Parkplätze geben. Dafür soll jedoch an der Ecke Schulterblatt/ Max-Brauer-Allee neue Parkfläche entstehen.

Wie lange wird der Umbau dauern?
Ich denke, dass die reine Bauzeit etwa ein Jahr betragen wird. Wie der Umbau konkret vonstatten geht und wie lange er aufgrund dessen dauert, wird in Abstimmung mit der Polizei entschieden.

Das Schulterblatt beschäftigt Sie schon länger ...
Ja, unser Planungsbüro wurde bereits seit den 70er Jahren immer wieder mit der Umgestaltung des Schulterblatts beauftragt. Dass unsere Pläne nicht umgesetzt wurden, lag stets daran, dass es Widerstand bei den Anwohnern gab. Beteiligungsverfahren wie die jetzige AG gab es damals nicht. Wenn man bedenkt, dass man uns seinerzeit aufgrund der städtebaulichen Mode mit der Planung einer verschwenkten Fahrbahn beauftragt hatte, bin ich heute auch ganz froh, dass es damals nicht zum Umbau kam.

Mit welchem Gefühl sehen Sie dem Umbau jetzt entgegen?
Wenn die Planungen verwirklicht sind, bin ich sehr zufrieden.



Martin Elbl   Kontakt:
Arbeitsgruppe 'Umgestaltung Schulterblatt'
über Martin Elbl, STEG
talk (040) 43 13 93-27
talk (040) 4 39 27 58
talk martin.elbl@steg-hh.de
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