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 « zurück  Nr.05 / Index | 07.2001 | Seite 04   blättern » 








Jürgen Seemann, Leiter der Schule Altonaer Straße: 'Eine zuverlässige Betreuung der Jugendlichen aus dem Viertel am Nachmittag ist für uns ganz wichtig - und dafür stellen wir unseren Schulhof gerne zur Verfügung. Dies ist auch ein Grund für die anstehende Schulhofumgestaltung.' 'Mehr Räume für Familienträume!', fordern (v.l.n.r.) Elisabeth Scheuermann/SME und Projektleitung Familienförderung, Barbara Haarmann/Jesus Center e.V., Kerstin Riechert/ Kinderglück e.V. und Kerstin Erl-Hegel/Eltern-schule Am Grindel & Sternschanze. Gisela Rathjens, Leiterin der Ganztagsschule Ludwigstraße: 'In Zusammenarbeit mit dem SC Sternschanze werden wir zum nächsten Schuljahr unser Angebot an Nachmittagsaktivitäten zunächst um Fußball und ein Zirkus-projekt erweitern. Außerdem wird es bei uns eine Beratungsstelle für Eltern geben.'
Kinder & Jugendliche

Neue Angebote im Viertel


'Bei den monatlichen Treffen aller Mitglieder tauschen wir uns über unsere Erfahrungen aus, planen aber vor allem auch gemeinsame neue Aktivitäten', sagt Rüdiger Kuehn, der sich mit Krimhild Strenger von der STEG die Geschäftsführung bei dem neu gegründeten 'Kooperationsverbund Schanze für eine stadtteilbezogene Familienförderung' teilt. Zugleich leitet Rüdiger Kuehn mit SME e.V. ('Stadtteilbezogene Milieunahe Erziehungshilfen') einen großen Träger der Kinder- und Jugendarbeit im Schanzenviertel. 'Als einen ersten Schritt haben wir beispielsweise unsere Aktivitäten für die Sommerferien aufeinander abgestimmt', fährt er fort. 'Ab Herbst 2001 werden wir außerdem in den Bereichen Familienförderung, Schule, Sport und Beschäftigung konkrete neue Angebote für den Stadtteil machen.'

So lädt der Kooperationsverbund beispielsweise am 7. August zwischen 11 und 16 Uhr alle Kinder und Jugendlichen aus dem Viertel zu einem Boule-Turnier im Lindenpark. Am 14. August geht's im Park an der Holstenstraße, hinter der Bruno-Tesch-Schule, weiter unter dem Motto Alles was rollt'. Mit Fahrrädern, Skateboards und Inlinern werden dann der Park und die Halfpipe unsicher gemacht. Andere Projekte sind zurzeit noch in Vorbereitung: Ab September treffen sich die ganz Kleinen zur Krabbelgruppe bei Kinderglück e.V. Das Jesus Center bietet einen Eltern-Kind-Schwimmkurs an. Das Cafe Eins lädt junge Mütter zur PC- und Internet-Schulung inklusive Kinderbetreuung ein. Bei SME e.V. findet ab Herbst mittwochs von 17-19 Uhr ein Nähkurs für Mütter statt. In der Schule Ludwigstraße wird es mit Beginn des neuen Schuljahres eine offene Sprechstunde geben, bei der Eltern sowohl Erziehungs- als auch Schuldnerberatung und Hilfe im Umgang mit Behörden erhalten. Der SC Sternschanze wird für Kinder und Jugendliche aus dem Schanzenviertel spezielle Angebote entwickeln - Klettern, Kajak, Tanzen und Mädchenfußball sind geplant.

Zum Thema Beschäftigung werden Cafe Eins, Jugendgerichtshilfe, SME, die Schule Altonaer Straße und die Hamburger Althauspflege zusammenarbeiten: Im Cafe Eins wird ein Koch mit Unterstützung von Jugendlichen sowie von Sozialhilfeempfängern einen Mittagstisch zubereiten und servieren. Die Jugendlichen arbeiten dabei als 'Tagelöhner', d.h. sie werden direkt nach ihrer Schicht bezahlt. Das so entstehende niedrigschwellige Arbeitsangebot ist insbesondere für junge Menschen attraktiv, denen die bestehenden Angebote zu langfristig und aufwändig sind. Durch die prompte Entlohnung steigen, so die Strategie, bei den Jugendlichen Motivation und Selbstvertrauen. Insofern kann das Tagelöhner-Projekt eine Einstiegsmöglichkeit in weiterführende Qualifizierungsmaßnahmen und -programme darstellen. Den Sozialhilfeempfängern soll in dem von der Hamburger Althauspflege mitgetragenen Teil des Projekts der Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt erleichtert werden.

Zum Hintergrund des Kooperationsverbundes: Angesichts der stark angestiegenen Inanspruchnahme von ambulanten und stationären Erziehungshilfen für Kinder und Jugendliche entschied die Bürgerschaft Ende 1999, die vernetzte Zusammenarbeit verschiedener Träger im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit zu unterstützen. Ziel ist es dabei, ausgrenzungsgefährdete Kinder und Jugendliche frühzeitig wieder in eine Gemeinschaft einzubinden und Eltern Perspektiven aufzuzeigen, so dass Folgekosten gar nicht erst entstehen. Für das Schanzenviertel schlossen sich über zwanzig Einrichtungen - von Schulen und Kitas über Kinderglück e.V., Cafe Eins und Sportverein bis hin zu Jugendgerichtshilfe und den Jugendämtern der drei Bezirke - im Kooperationsverbund Schanze zusammen: Am 31. Mai 2001 trafen sich alle Mitglieder zur offiziellen Gründung. weiterlesen...



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