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![]() 'Man müsste doch mal was machen': Team und Teilnehmer von 'Neustart-Hamburg' ![]() |
'Neustart Hamburg' - in der Küche hat man die besten IdeenIch sitze mit meiner Freundin in der Küche, und wir erzählen uns die täglichen Großstadt-Abenteuer. 'Und dann hat der doch tatsächlich 'ne Diskette gezückt, mitten zwischen Radfahrern, Händlern und Einkaufstüten-Mamis …' Heute ist was passiert! Einkauf beim Türken, mich tippt einer von hinten an. Kaputte Klamotten, aber direkter Blick. Schon wieder jemand, der Geld haben will, denke ich. 'Haste mal ’ne Mark?' Ich: 'Klar, wie kommt’s? Warum bist du in die Armut abgerutscht?' Und mein Gegenüber: 'Was arbeitest du denn so? Hast’ nicht ’n Job für mich?' Ich: 'Kannst Du denn mit 'nem PC umgehen und programmieren?' 'Ja, das kann ich. Soll ich mal was für Dich machen?' 'Das ist ja'n Ding', denke ich im Gehen. 'Was tun? Ich kann ja nicht einfach jemand Fremdes in mein Büro setzen. Vielleicht ist der irgendwie kriminell.' Was man so denkt, wenn man sich in Eile nicht näher mit dem Einzelnen auseinandersetzt. Immer noch in der Küche meiner Freundin kommen wir auf das 'Man müsste doch mal was machen'-Thema, das regelmäßig in jeder Runde mal auftaucht, sei es auf einer Party oder mittags beim Portugiesen. Diesmal bleibt's im Kopf hängen ... Im Sommer letzten Jahres zog unser Büro aus der Juliusstraße in die Max-Brauer- Allee. Aus dem alten Mietvertrag kamen wir leider nicht so schnell raus, der Raum stand leer. Wenn man schon noch Miete zahlen muss, warum nicht die leeren Räume nutzen, dachte ich mir. Was also tun mit der Mischung Schanze, Drogenabhängige, Leute in Rehabilitation, Arbeitslose, leere Büros und den Multimedia-Firmen hier? Dann ging alles ganz schnell - die Idee war da: Multimedia-Leute unterrichten arbeitssuchende ehemalige Drogenabhängige und sozial Benachteiligte. Ehrenamtlich. Gelehrt werden z. B. Konzeption, Internet-Produktion, Wirtschaftsenglisch, Selbstorganisation und Bewerbungstraining. Sechs Stunden am Tag, drei Tage die Woche. Das Ganze wird 'Neustart-Hamburg' getauft. Experten-Know-how für einen guten Zweck: Das wirkt gut in der Öffentlichkeit - nicht einfach eine anonyme Spende an große Organisationen. 'Neustart-Hamburg' wirkt direkt und vor Ort. Beteiligte soziale Berater und Betreuer der Kursteilnehmer sind die Vereine Palette, SUBway und Jesus Center. Die erforderliche städtische Beratung und Begleitung wird von der STEG Hamburg getragen. Wir fanden Unterrichtsräume im 1. Stock des Jesus Center direkt am Schulterblatt. Doch nun wird ab Ende September ein Nachfolgeraum für das Projekt gesucht! Hat nicht jemand ein leeres Büro oder einen Raum in seiner Agentur, den wir nutzen können? Die beteiligten Unternehmen haben auch etwas davon (wichtiges Mitmach-Argument!): Sie unterrichten den eigenen Nachwuchs und bilden ihn zu qualifizierten Fachkräften aus. Und sie können im Rahmen des Unterrichts Aufträge an 'Neustart-Hamburg' vergeben. 'Neustart' kann so einen Teil der anfallenden Betriebskosten abdecken. Und der Nutzen für die Kursteilnehmer? Mit den in sechs Monaten Ausbildungs- Praktikum erworbenen Kenntnissen haben sie die Möglichkeit für ein Volontariat oder eine direkte Anstellung in einem Unternehmen. 'Neustart-Hamburg' öffnet neue Perspektiven für den Arbeitsmarkt. Das Projekt läuft seit April: Die Teilnehmer nehmen begeistert und konsequent an den Kursen teil. Sie entwickeln Business-Beziehungen und neue Perspektiven fürs Leben 'Neustart-Hamburg' ist ein Projekt, das sich wirtschaftlich trägt und auch für Förderer auszahlt. Und das ist erst der Anfang. Was im Schanzenviertel seinen Ursprung hatte, wollen wir auch in anderen Stadtvierteln ausbauen. Sogar Interessenten aus anderen deutschen Städten und dem europäischen Ausland fragten schon an ... | |||
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Kontakt: Walter Matthias Kunze c/o pictone-kunzedesign Max-Brauer-Allee 218 | |||
http://www.schanzen-info.de
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Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft STEG Hamburg mbH
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