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Fix-Stern

Der Bus hilft mit...

'Den FixStern finden wir
gut, weil die Leute das
dann nicht auf der Straße machen müssen' 'Auch der Bus hilft mit, abhängigen Menschen
zu helfen'
Drogen

Realitäten lassen sich nur langsam ändern, aber ...


Seit mittlerweile einem Jahr hat sich eine von der STEG moderierte Arbeitsgruppe des Themas Drogen im Schanzenviertel angenommen und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation vorgeschlagen. Für Außenstehende, wie die auf der vorherigen Seite zu Wort kommenden Kinder, sind allerdings bisher kaum Veränderungen zu sehen. Denn dieses Thema erfordert ganz einfach viel Geduld, Nachsicht sowie die Berücksichtigung der unterschiedlichsten Interessen hier im Schanzenviertel und in der ganzen Stadt. Dennoch kann schon jetzt eine Bilanz gezogen werden, denn vieles ist auf den Weg gebracht und Lösungen deuten sich an.

Der bisherige Standort der Drogenhilfeeinrichtung FixStern am Schulterblatt wird von vielen Seiten kritisiert. Die Kritik ist in vielerlei Hinsicht begründet, auch wenn man hier ganz deutlich sagen muss, dass durch einen Standortwechsel allein die Probleme im Quartier sicherlich nicht annähernd zufriedenstellend zu lösen sind. Innerhalb eines Jahres wurde aber immerhin erreicht, dass ein neuer Standortvorschlag bis hin zum konkreten Raumprogramm geprüft wurde. So besteht derzeit die Hoffnung, den FixStern im kommenden Jahr in die Lagerstraße verlagern zu können. Und es konnte zumindestens ein erster Schritt in Richtung 'Veränderung und Verbesserung der Situation' getan werden. Die Beteiligten erhoffen sich von der 1:1 Verlagerung insbesondere eine Entlastung der Wohn- und Geschäftsstraßen und daraus folgend auch eine Entlastung für viele BewohnerInnen des Schanzenviertels.

Viele Menschen machen sich Gedanken über die weitere Entwicklung und mögliche weitere Angebote für Drogenabhängige im Schanzenviertel. Dabei geht es um die Erhöhung der Anzahl an Konsumplätzen in der neuen Einrichtung oder um weitere Angebote für Abhängige, die Neuorganisation des Spritzentausches oder die Option einer weiteren Einrichtung im Schanzenviertel. Ein einheitliches Meinungsbild gibt es zu all diesen Punkten derzeit jedoch nicht. Doch dem Großteil der Beteiligten scheint deutlich zu sein, dass hier weiter nach neuen Lösungen und Konzepten gesucht werden muss.

Wie auch von den Kindern beschrieben, gibt es im öffentlichen Raum, auf den Straßen und öffentlichen Grünflächen, auf den Spielplätzen und anderswo zum Teil noch erhebliche Mängel, die das Sicherheitsempfinden der Kinder wie auch etlicher Erwachsener beeinträchtigen. Um hier konkretere Vorstellungen von der Art der Beeinträchtigungen zu bekommen, wird der öffentliche Raum im Schanzenviertel derzeit auf seine Qualitäten und Mängel untersucht. Im Mai soll ein erstes Zwischenergebnis präsentiert werden, welches die Mängel benennen und konkrete Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Situation im öffentlichen Raum aufzeigen soll.

Zum sehr wichtigen Thema Prävention und Aufklärung fand am 3. April 2001 ein erster gemeinsamer Workshop mit sozialen Einrichtungen aus dem Schanzenviertel und der Arbeitsgruppe Drogen statt. Die Arbeitsgruppe, die diesen Workshop initiierte, hat zu diesem Thema weitere Experten eingeladen. Mit im Boot sind jetzt das Suchtpräventionszentrum und das Büro für Suchtprävention, mit deren Hilfe die Arbeit im Schanzenviertel weiter voran gebracht werden soll. Außerdem schreibt der Freiraum e.V. als Träger des FixStern die Arbeit in dieser Einrichtung weiter fort, um die Situation für die Konsumenten zu verbessern und gleichzeitig die möglichen negativen Auswirkungen auf das direkte Umfeld der Einrichtung möglichst gering zu halten. Hier sind in den vergangenen Monaten bereits eindeutig positive Veränderungen im näheren Umfeld zu verzeichnen gewesen. Und auch die Polizei entwickelt ihr Handlungskonzept weiter, um dem Sicherheitsempfinden der BewohnerInnen zu entsprechen.



Steffen Voss   Kontakt:
Steffen Voss, STEG
(Thema Gesundheit)
talk (040) 43 13 93 - 19
talk (040) 439 27 58
talk Steffen.Voss@steg-hh.de
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