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![]() ![]() ![]() 'Das ist auch so'n Sternschanzen - Wahrzeichen' so viele Dealer' viele Junkies - in einer Hütte, die eigentlich für Kinder ist' |
Kindermund tut Wahrheit kund...Der Anblick von Drogenhandel und Drogenkonsum ist für viele Kinder im Schanzenviertel alltägliche Realität. Auf dem Schulweg, auf Spielplätzen, im Schanzenpark - immer wieder werden sie mit diesem Thema und seinen Auswirkungen konfrontiert. Viele Kinder haben uns hierzu in den vergangenen Monaten ihre Meinung gesagt. Zum Beispiel bei der Foto-Klicken Aktion und bei einer Befragung in der Einrichtung Kinderglück in der Beckstraße im Februar 2001. Wir dokumentieren hier unkommentiert die Aussagen der Kinder. Die Kinder benennen viele Orte im Stadtteil, an denen Sie regelmäßig Drogenabhängige und Drogenhändler sehen. 'Dass im Flora-Park Drogen rumliegen ist scheiße' 'In der Hütte auf dem BaSchu sind immer Dealer drin und nehmen Drogen.' 'Auf dem BaSchu sind viele Drogensüchtige - in einer Hütte die eigentlich für Kinder ist.' Besonders häufig wird in diesem Zusammenhang der Schanzenpark genannt. 'Schöner Park, aber auch Dealer.' 'Die Wiese ist gut, aber ein Drogenplatz.' 'Der Spielplatz ist gut, aber schlecht für Kinder, weil es so viele Dealer gibt.' 'Der Schanzenpark ist zu vermüllt und es gibt da so viele Dealer.' 'In den Parks sollten keine Leute mit Drogen hingehen. Die gehen nicht nur in die Ecke, die für sie eingerichtet wurde, die gehen auch woanders hin. Das ist doof.' Vor allem das Auffinden von benutzten Spritzen auf Spielplätzen und in Grünanlagen macht Kindern, wie auch Eltern, häufig Angst. Aber auch der Anblick von Drogenkonsumenten und Dealern verunsichert sie. 'Ich finde nicht gut, dass die Leute, die das nehmen, die Spritzen irgendwo hinschmeißen, z.B. auf Spielplätze. Kinder können sich verletzen.' 'Ich krieg’ Angst vor den vielen Spritzen die rumliegen. Und ich fand auch schon mal einen Beutel mit Drogen.' 'Die Spritzen von den Süchtigen liegen herum. In die kann man leicht fallen und dann ist man süchtig. Deshalb sollte man den BaSchu mit einer Mauer umgeben.' 'Die Junkies sind verrückt, die haben rote Punkte im Gesicht und Stellen am Körper. Außerdem sitzen sie vor den Türen und brüllen manchmal 'Hey Du da! Ein bißchen habe ich Angst vor ihnen.' 'Wenn ich einen Junkie sehe, dann renne ich schneller und tue so, als würde ich ihn nicht sehen.' Häufige Konsequenz ist, dass viele Kinder bestimmte Straßen und Orte im Stadtteil meiden. 'Auf dem BaSchu spielen wir selten wegen den Drogenleuten und den Pennern. Aber die Drogenleute sprechen uns nicht an.' 'Ich gehe nicht mehr in den Schanzenpark, denn Drogen finde ich Scheiße.' 'In der Nähe unserer Schule ist ein Platz wo Drogen gehandelt werden. Da gehe ich nicht hin.' 'In die Susannenstraße und die Bartelsstraße gehe ich nicht hin, weil ich es unheimlich finde.' Einige Kindern sehen aber auch, dass die Drogenabhängigen Hilfe brauchen. Sie wissen zum Teil sogar, wo es Hilfsangebote gibt. 'Der FixStern ist gut, weil die Leute das dann nicht auf der Straße machen müssen - Spritzen wechseln und so.' 'Den FixStern finden wir gut, aber keine Dealer davor, die ihre Geschäfte machen. Auch der Bus (von Freiraum) ist gut, denn er hilft den abhängigen Menschen.' Und die Kinder machen sich Gedanken, was man grundsätzlich ändern sollte. 'Man könnte die (Abhängigen) zur Kur bringen in ein Haus, das nur für sie da ist.' 'Man müßte allen helfen, darüber hinweg zu kommen, weil sie Hilfe brauchen.' 'Es sollen keine Drogen mehr produziert werden.' 'Ich würde mich besser fühlen, wenn keine Drogen mehr verkauft würden.' 'Man sollte mehr Polizisten verteilen und die Drogensüchtigen in eine Klinik einweisen.' Besonders sauer sind die meisten Kinder auf die Dealer, die im Stadtteil ihre Geschäfte machen: 'Die Leute, die das verkaufen müßte man festnehmen.' Vielen Dank besonders an Alfred, Christin, Janina, Nena, Rosa, Seckan und Sercan aus dem Kinderglück, die sich an dieser Befragung beteiligt haben. | |||
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Kontakt: Offener Kinder- und Jugendtreff Kinderglück e.V | ||||
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