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Schanzen Tassentreffen

Schanzen Tassentreffen

Ulrich Heyer, Vorsitzender von Standpunkt.Schanze, packt kräftig mit an Und geschmeckt hat es allen auf dem Schanzen Tassentreffen
Standpunkt.Schanze

3.000 Tassen Kaffee

Ein Kaffeekränzchen der Superlative fand am 26. August im Schanzenviertel statt. Halteverbotsschilder, Straßensperren, Plakate und Flyer kündigten sie an: die wohl längste Kaffeetafel Hamburgs. Von Standpunkt.Schanze an einem sonnigen Samstagnachmittag im August auf dem Schulterblatt errichtet.

In monatelanger Vorbereitungszeit hatten die Initiatoren das "Schanzen Tassentreffen" organisiert. Gesponsert von Tchibo und unterstützt von der Handelskammer sowie den Verfügungsfonds Schulterblatt und Eifflerstraße, geriet die Kaffeetafel zum einmaligen Erlebnis. An fünf Schanktischen wurde das Heißgetränk ausgegeben, für die Kinder gab es Saft und Straßenmalkreide. Die Anwohner äußerten sich begeistert von der Idee - von dem kostenlosen Kaffee ebenso wie von der verkehrsberuhigten Straße. Hunderte kamen und genossen die entspannte Atmosphäre an der zweihundert Meter langen gedeckten Tafel und die Ruhe auf dem sonst sehr belebten Schulterblatt.

Man aß in der Sonne, trank Kaffee und klönte mit den Tischnachbarn. Die umtriebigen Reporterteams von Hamburg 1 und dem NDR störten da nur wenig. Am Ende wurden mehr als 3.000 Tassen Kaffee ausgeschenkt. "Eine tolle Leistung und ein voller Erfolg", freute sich Ulrich Heyer, Vorsitzender von Standpunkt.Schanze. Bewohner und Gewerbetreibende des Viertels miteinander ins Gespräch zu bringen, dürfte mit dieser Aktion gelungen sein.

Türkische Gemüsehändler, portugiesische Cafés, Bioläden und Multimedia-Agenturen - wie kaum ein anderer Ort in Hamburg spiegelt das Schanzenviertel die multikulturelle und sozial vielfältige Lebensweise seiner Bewohner wider. Trotz unterschiedlicher Interessen wird Toleranz in dem dicht bevölkerten Viertel großgeschrieben. Das wissen auch die Gewerbetreibenden zu schätzen, die sich in diesem bunten Quartier angesiedelt haben - oder die hier schon seit Generationen Läden und Betriebe führen. Die wirtschaftlichen Probleme des Viertels bekommen sie jedoch als erste zu spüren.

Mit dem Ziel, die lebens- und liebenswerten Seiten des Viertels für seine Bewohner zu erhalten, und sich in Fragen der zukünftigen Entwicklung des Schanzenviertels zu beteiligen, haben sich Anwohner und Gewerbetreibende im vergangenen Jahr zu einer Interessenvertretung zusammengeschlossen. Standpunkt.Schanze e.V. (i.Gr.), so der programmatische Name des Vereins, will darüber hinaus auch durch gemeinsame Aktionen für die Attraktivität des Schanzenviertels werben. Neben den regelmäßigen Sitzungen des Vereins trifft sich auch ein unterstützender Beirat, der die Aktivitäten von Standpunkt.Schanze begleitet und fördert. Die Autorin, die seit Juni 2000 Geschäftsführerin des Vereins ist, koordiniert die unterschiedlichen Aktivitäten und ist Ansprechpartnerin für Mitglieder und weitere interessierte Bewohner und Gewerbetreibende aus dem Stadtteil.

Vier Wochen später, der Sommer ist vorbei, planen die Mitglieder von Standpunkt.Schanze schon ihre nächste Aktion. Denn zu Weihnachten 2000 will man sich etwas Besonderes einfallen lassen. Und man darf gespannt sein, winken doch auch in diesem Jahr wieder jede Menge attraktive Preise.

Mit 200 Metern die wohl längste Kaffeetafel Hamburgs


Piroska Csoesz   Autorin:
Piroska Csösz, Geschäftsführerin von Standpunkt.Schanze
talk (040) 82 27 97 56
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