SCHANZE 03 Quartiersmanagement
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 « zurück  Nr.03 / Index | 11.2000 | Seite 04   blättern » 


ÖPNV-Anbindung zur neuen Einrichtung:

Max. 500 m Entfernung vom ÖPNV

Verbindung von / zur S-Bahn nicht durch Wohn- und Einkaufsstraßen

Erreichbarkeit für die Zielgruppe/die Szene



Umfeld der neuen Einrichtung:

Einsehbarkeit / soziale Kontrolle

Kein "public - Gewerbe" in direkter Nachbarschaft

Zugeordnete Freifläche / einsehbare öffentliche Fläche in der Nähe

Akzeptanz im Quartier: Vernetzung mit anderen Einrichtungen

Standort an Szene orientieren

Keine für Bewohner raren Flächen in der Nähe

Drogen

Säule 2: Überlebenshilfen und gesundheitsbezogene Basisversorgung

Zur Verbesserung der Situation der Drogenkonsumenten im Quartier werden folgende Maßnahmen vorgeschlagen:

  1. Einrichtung einer Nacht-Anlaufstelle bzw. Übernachtungsstätte in der Schanze
  2. Tagesschlafplätze - speziell für Crack-Konsumenten - in der Schanze
  3. Ausweitung des Akupunkturprogramms in der Schanze
  4. Ausweitung der Angebote des Spritzentausches
  5. Ausweitung der Angebote und Aktivitäten der Straßensozialarbeit


Ziel einer derartigen qualitativen Angebotsausweitung ist es, die Situation der Drogenkonsumenten im Schanzenviertel zu verbessern. Durch eine verbesserte Situation der Konsumenten könnte gleichzeitig auch die Situation der Anwohner und der Gewerbetreibenden verbessert werden, da ein Großteil der belästigenden Auswirkungen der Drogenszene reduziert, bzw. von der Straße in die Einrichtungen gezogen werden kann.

Diese Position entspricht den Forderungen von FixStern und Freiraum e.V. und wird nicht von allen Mitgliedern des Arbeitskreises getragen. Eine Prüfung der Bedarfe einer qualitativen Angebotsausweisung steht noch aus.

Säule 4: Repression und Gewährleistung der öffentlichen Ordnung

Zu diesem Handlungsfeld werden folgende indirekte Maßnahmen vorgeschlagen:

  1. Belebung der öffentlichen Plätze und Straßenräume planen und koordinieren
  2. Maßnahmen der passiven Sicherheit, z.B. durch Sicherung von Hauseingängen und Verbesserung der Beleuchtung im Stadtteil, gerade an unübersichtlichen Stellen
  3. Sicherstellung einer angemessenen und stadtteilverträglichen Präsenz der Polizei
  4. Durchführung von Veranstaltungen mit der Polizei, Akteuren aus dem Stadtteil, der Politik und anderen

    Zudem sollten folgende direkte Maßnahmen umgesetzt werden:

  5. Einrichtung von Diskussionsrunden/Foren im Stadtteil, die mit entsprechender Handlungskompetenz ausgestattet sein sollten. Empfehlungen können ausgesprochen und sollen berücksichtigt werden. Bezirksüber greifendes Handeln muß möglich sein, z.B. durch eine Anbindung an das 9er-Gremium.


Auf Anregung der STEG soll der Arbeitskreis Drogen zur weiteren Bearbeitung dieser ersten Konzeptideen und Maßnahmen nun erweitert werden. Folgende zusätzliche Akteure sollten themenspezifisch hierfür beispielsweise hinzukommen: Initiative Schanzenstraße, weitere Drogenhilfeeinrichtungen, Vertretung der Konsumenten, Standpunkt.Schanze, Mitglieder des 6er-Gremiums und des 9er-Gremiums, Alte Flora sowie weitere soziale Einrichtungen.

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