

Beate Reinhardt
Thomas Thomsen
Was ist das 9er-Gremium?
Das 9er-Gremium setzt sich aus je drei Vertretern der drei Fraktionen (SPD, CDU und GAL) in den Bezirksversammlungen Altona, Mitte und Eimsbüttel zusammen.
Hier sollen sich, über die Bezirksgrenzen hinweg - die Politiker über die künftige Entwicklung des Schanzenviertels austauschen und nach Möglichkeit Konsens über das Vorgehen herstellen.
Die Runde trifft sich jeden 3. Mittwoch im Monat im Rathaus Altona. Die Sitzungen sind öffentlich. (siehe Seite 15)
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Politik |
Was wir ändern wollen ...
Beate Reinhardt
Für die SPD-Fraktion des Bezirkes Eimsbüttel im 9er-Gremium
Die Arbeit im 9er-Gremium ist ein schwieriges Unterfangen: Viel zu
oft sind es parteipolitische Partikularinteressen, die die Realisierung guter Projekte erschweren.
Wir hatten uns vor einem Jahr durch sogenannte "Körbe" Ziele gesetzt, wie wir die Situation der
unterschiedlichen Interessengruppen im Schanzenviertel verbessern könnten. Die STEG, vertreten
durch das Team um den Quartiersmanager Herrn Brinkmann, mit dem diese Ziele durchgesprochen wurden,
hat uns in den letzten Monaten professionell und kompetent Informationen geliefert, die ihm und
uns PolitikerInnen die Möglichkeit zur Realisierung auf-gezeigt haben.
Da heißt es natürlich: "Bezirksübergreifend denken und handeln". Wir müssen alle zu Kompromissen
bereit sein, denn die Probleme sind im Eimsbütteler Schanzenviertel nicht anders als in Altona
oder Mitte. Ich würde mir wünschen, daß es eine größere Transparenz, mehr Öffentlichkeit und
eine Beteiligung Aller geben würde, um so die Lebensqualität für die dort wohnenden Bürger
nachhaltig zu verbessern.
Thomas Thomsen
CDU-Fraktion des Bezirkes Eimsbüttel im 9er-Gremium
Die drei CDU-Mitglieder im 9er- Gremium unterstützen das Ziel,
positive Veränderungen für das gesamte Schanzenviertel zu erreichen. Schwerpunktthemen sind:
die Sauberkeit und Sicherheit im Schanzenviertel zu erhöhen, die Drogenpro-blematik, die
Situation für Familien bzw. Eltern mit Kindern zu verbessern, die Probleme des Handwerks
und Handels aufzugreifen und Hilfestellung bei der Lösung zu geben, die sozialen Institutionen
zu vernetzen und die Bedarfe und Konzepte bezirksübergreifend abzustimmen und damit die
Effektivität zu steigern. |
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Sichtbare Ergebnisse fördern die Stabilisierung des Schanzenviertels:
Wir wollen eine zügige, ergebnisorientierte Arbeit im 9er-Gremium fördern.
Nur sichtbare Veränderungen führen zu einer Stabilisierung des Schanzenviertels
und damit zu einer Motivation, sich auch wieder oder noch mehr selbst aktiv um das
Schanzenviertel zu kümmern. Die Bürgerbeteiligung soll in den vorhandenen
Sanierungsbeiräten in allen drei Bezirken erfolgen. Wir sind dafür, dass das 9er-Gremium
zu einzelnen Themen öffentliche Veranstaltungen oder Diskussionen anregt.
Den Vorschlag eines "Schanzenforums" haben wir nicht befürwortet, da es einfach
zu groß und damit arbeitsunfähig geworden wäre. Die Linderung der Auswirkungen der
"Drogenproblematik" ist wohl das schwierigste und dringendste Problem. Zur Zeit
läuft die Diskussion über eine Verlagerung der "Einrichtung Fixstern" am Schulterblatt.
Die CDU ist durchaus für eine Verlegung, wenn sie zu sichtbaren Verbesserungen führt.
Die CDU ist aber gegen eine Schließung, weil es damit eine Mehrbelastung und keine
Entlastung des Stadtteils geben würde. Wir bedauern sehr, daß bei dieser Problematik
die Konzepte der Vorort-Fachleute aus den Drogeneinrichtungen, nicht zu große Einrichtungen
zu schaffen, an der Sturheit der Fachbehörde scheitern.
Für das Thema "Verkehrsentwicklung durch die Messe-Erweiterung" sind wir für eine öffentliche
Veranstaltung, um die Auswirkungen des Verkehrs auf alle drei Bezirke erörtern zu können.
Die Rote Flora sieht bislang keine Notwendigkeit für die Einsetzung eines Vermittlers
und einer Vertragslösung. Die Krawalle in der Nacht zum 1. Mai 2000 haben zu einer
aufgeheizten Diskussion in der Stadt geführt. Die Mehrheit in der CDU ist für die
Räumung der Roten Flora. Die CDU-Fraktion in Hamburg-Mitte, die im Bezirk Mitte mit
der SPD zusammenarbeitet, hat sich allerdings befristet bis zum Jahresende, für eine
Verhandlungs-lösung ausgesprochen. |
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