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![]() ![]() ![]() Great in form: F-Jugend des SC.Sternschanze |
Stürmische ZeitenDer SC. Sternschanze ist wieder angesagt: 25 Jahre lang spielten beim Traditionsverein am S-Bahnhof keine Jugendlichen mehr Fußball. Seit zwei Jahren wächst nun eine neue Abteilung mit 70 kickenden Jungen und Mädchen aller Nationen heran. Stürmische Zeiten: Das Clubheim soll aufgestockt, das Umkleidehaus aus- oder neu gebaut werden, neue Spielfelder und Sparten sind geplant. Seit Kriegsende spielt der SC Sternschanze - beziehungsweise seine Gründungsvereine - auf dem roten Grandplatz gegenüber dem S-Bahnhof Sternschanze. Bis 1963 lag der Platz noch parallel zum Dänenweg und Eingang an der Ecke der Schanzenstraße zum Kleiner Schäferkamp. Seit Herbst 1998 hat der Verein erstmals seit einem Vierteljahrhundert wieder eine Fußball- Jugendabteilung. Und was für eine. Nicht nur, dass sie mittlerweile aus nahezu 70 spielenden Jungen und Mädchen aus der für das Schanzenviertel charakteristischen Sozialstruktur besteht. Der Verein begreift seine Arbeit nicht als traditionelle Vereinsarbeit, sondern als offene Jugendarbeit. Hier steht nicht das Siegen im Vordergrund, sondern das gemeinschaftliche Erleben. Kinder stark machen. Ihr Selbstbewusstsein entwickeln, ihre Kreativität und Phantasie. Ihrer Bewegungsarmut als Großstadtkinder entgegenwirken - das sind die Ziele. Bald folgen eine Basketball- und Inline-Skating-Abteilung sowie die "Stadt-indianer". Eine Sparte, in der die Kinder und Jugendlichen ihren Stadtteil und seine Geschichte spielerisch entdecken können. Schularbeitenhilfe, warmes Mittagessen für Kinder und das Erlernen eines verantwortlichen Umgangs mit dem Internet - auch das ist in der Planung. Diese Pläne lassen sich auf dem Sportplatz in seinem augenblicklichen Zustand aber nicht verwirklichen. Ganze zwei Umkleidekabinen für zwei Herren-Mannschaften, die gerade spielen; für 25 Kinder, die schon ungeduldig ihrem Einsatz entgegen fiebern und mit dem Umziehen warten müssen, bis das erste Spiel beendet und die Spieler geduscht und umgezogen sind. Und für zwei Mannschaften, die nach den Kindern dran sind und auch bereits warten: So sieht ein "normaler" Samstag aus. Das 1949 erbaute Umkleidehaus wird den Anforderungen der Erwachsenen schon lange nicht mehr gerecht - von dem, was Kinder und Jugendliche brauchen, ganz zu schweigen, besonders wenn sehr viele von ihnen Mädchen sind. Deswegen hat die Jugendabteilung des SC Sternschanze einige Ideen entwickelt, wie ihrer stürmischen Entwicklung baulich Rechnung getragen werden kann. So soll das Umkleidehaus entweder aus- oder neu gebaut und mit einem Clubheim aufgestockt werden. Weitere Ziele sind die Errichtung eines Kleinspielfeldes unmittelbar neben dem Grandplatz und der Bau eines Bewegungsfeldes unmittelbar hinter dem Hochbunker mit Basketballkörben und anderen Spielangeboten. Aus Sportplatz und Clubheim soll so ein zentraler Anlaufpunkt für alle Kinder und Jugendlichen aus dem Stadtteil werden. Mit einem grundsätzlich für alle offenen Angebot, das in Zusammenarbeit mit den im Stadtviertel bereits bestehenden sozialen Vereinen und Initiativen entwickelt werden soll. | |||
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Kontakt: Uwe Wetzner, freier Sportjournalist, lebt seit über zehn Jahren im Viertel Ansprechpartnerin der Jugendabteilung des SC. Sternschanze, Jugendleiterin Heike Rosemann | |||
http://www.schanzen-info.de
Ausgegeben am:
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