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![]() ![]() ![]() Am Bahnhof Sternschanze: "Der erste Druck an diesem Tag, auf dem Weg wird noch eine Zitrone gekauft." ![]() Ein gewöhnlicher Tag in der Schanze - aus ungewöhnlicher Perspektive Es war die Idee einer Leserin: Einen Tag lang haben wir Yenn, einen obdachlosen Junkie aus dem Schanzenviertel begleitet, um das Thema "Drogen" einmal aus der anderen Perspektive zu betrachten. Yenns Erzählung umfaßt acht Seiten. Weil wir sie für die Print-Ausgabe nicht kürzen wollten, dokumentieren wir seinen Blick auf das Schanzenviertel, die Bewohner, den FixStern und die Politik hier im Internet. |
Die Quadratur des ArbeitskreisesBeim Thema "Drogen im Schanzenviertel" hat die Suche nach Lösungen begonnen. Seit März treffen sich in einem Arbeitskreis regelmäßig Vertreter des FixSterns, der zuständigen Behörde für Arbeit, Gesundheit und Soziales (BAGS), der Polizei sowie des Quartiersmanagements. Bis September sollen Vorschläge für mögliche alternative Standorte auf dem Tisch liegen. Keine leichte Aufgabe, denn noch sind viele Rahmenbedingungen unklar. Im März fiel die politische Entscheidung: Da beschlossen die Bezirkspolitiker im koordinierenden 9er-Gremium, der Quartiers-Manager möge eine Verlagerung des FixSterns vom Schulterblatt an einen anderen Standort im Schanzen-viertel prüfen. Zuvor hatten sich die Politiker intensiv mit dem Thema befaßt und sich Experten eingeladen: Frau Schroth von der BAGS, Rainer Schmidt und Frau Templin von Freiraum e.V. sowie Herr Mülder und Herr Dudde von der Polizei informierten das 9er-Gremium bereits ausführlich über ihre jewei-lige Einschätzung der Situation. Seit Ende März trifft sich nun regelmäßig der Arbeitskreis "Drogen". Dabei sind Herr Dworsky und Herr Kelmann von der Drogenhilfseinrichtung FixStern, Frau Schroth und Herr Rotgaenger von der BAGS. Holger Mütze vom Jesus Center e.V. sowie Herr Mülder als Vertreter für die Polizeirevierwachen 16, 17 und 22. Damit sitzen erstmals alle an einem Tisch, die eine Rolle spielen, wenn die Ergebnisse später in die Tat umgesetzt werden sollen. Der Quartiers-Manager (STEG) moderiert den Prozess, faßt die Ergebnisse zusammen und soll bis September einen Handlungskatalog zur Verbesserung der Situation vorlegen. Zur Zeit sucht der Arbeitskreis "Drogen" gemeinsam nach Kriterien für die Standortauswahl. Eine knifflige Aufgabe: Was sind zum Beispiel Ausschlußkriterien für einen alternativen Standort? Bisher haben sich die Teilnehmer darauf geeinigt, daß im Umkreis von 100 Metern zur neuen Einrichtung keine Schulen, Kindergärten oder öffentliche Spielplätze liegen sollen. Noch ist auch nicht endgültig geklärt, ob es einen oder zwei neue Standorte geben soll. Der FixStern schlägt - entgegen der Vorgabe durch das 9er-Gremium - zwei kleinere Einrichtungen vor. Diese Position wird im Arbeitskreis kontrovers diskutiert. Es liegt auf der Hand, daß der Kreis auch über die Rahmenbedingungen der Hamburger Drogenpolitik diskutiert. Hier wurden auf der lokalen Ebene Defizite erkannt und es sollen Verbesserungsvorschläge erarbeitet werden. Als konkretes Ergebnis wurde ein Gespräch zwischen Gewerbetreibenden aus dem Stadtteil und dem FixStern vermittelt. Der Arbeitskreis "Drogen" stellt erste Ergebnisse in einer öffentlichen Veranstaltung am 11. Juli um 20.00 Uhr in den Räumen des FixStern vor. Von der anschließenden Diskussion erhoffen sich alle Beteiligten Anregungen für die weitere Arbeit. Einen Beitrag für die Debatte lieferte eine Veranstaltung von Pastor Christian Arndt vom Projekt "Kirche und Stadtteilentwicklung im Schanzenviertel". Das Konzept von Rotterdam stellt Christian Arndt in diesem Heft auf Seite 3 ausführlich vor. | |||
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Kontakt: Steffen Voss, STEG | |||
http://www.schanzen-info.de
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Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft STEG Hamburg mbH
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