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![]() ![]() BILD-Chaot mit Stinkefinger: Teil der Kampagne gegen die Rote Flora |
Den guten Ruf nicht kaputt machen lassenZwischenbilanz nach einem Jahr Quartiersmanagement im Schanzenviertel: Nach einer Vielzahl von Gesprächen mit und unter den Aktiven im Stadtteil etabliert sich langsam eine neue Gesprächskultur. Mit dem "Schanzenkieker" und der Öffnung der Schule Altonaer Straße sind zwei erste Projekte auf den Weg gebracht worden. Für Diskussionen sorgt die geplante Entwicklung der Messe in Richtung Schanzenviertel. Im ersten Jahr des Quartiersmanagements passierte im Schanzenviertel vor allem eins: Es wurde geredet, geredet und noch mal geredet. Das aber mit Erfolg. Nach hunderten von Gesprächen mit und zwischen den Aktiven im Stadtteil, den Behörden und der Politik entsteht langsam eine neue Gesprächskultur: Die sozialen Einrichtungen haben ein Netzwerk gebildet, viele Gewerbetreibende engagieren sich bei "Standpunkt.Schanze", in einem Arbeitskreis "Drogen" sitzen erstmals die Drogenhilfe, Behörde und Polizei an einem Tisch und suchen nach Lösungen, erste Zwischenergebnisse werden am 11. Juli im Stadtteil diskutiert. Anregungen lieferte ein von Pastor Arndt initiierter Work-shop im Mai. Die Berichte zum Schwerpunkt-Thema "Drogen" finden Sie auf den Seiten 3 und 4 Obwohl:politische Positionen und Interessen in der Schanze oft weit auseinander liegen, wird endlich mehr miteinander, statt übereinander geredet. Das belegen auch die rege Debatte unter unseren Lesern "Um die Ohren ge-ballert" auf den Seiten 13 bis 15 und die zahlreichen Beiträge freier Autoren in diesem Heft. Die neuen Netzwerke bilden den Nährboden, auf dem auch Stadtteil-Projekte besser gedeihen. Zwei Beispiele: Für die Umgestaltung und Öffnung des Schulhofes Altonaer Straße entwickeln Schüler und Lehrer auf einer "Zukunftswerkstatt" im Juli erste Ideen (Bericht S. 6), und das Stadtteilpflege-Projekt "Schanzenkieker" befindet sich seit Juni in der Pilotphase (Bericht S. 7). Bei beiden Projekten hat sich das neue Zusammenspiel zwischen Politik (9er-Gremium), Bezirksverwaltungen, Stadtentwicklungsbehörde (STEB), Quartiers-Manager (STEG) und den Aktivisten vor Ort für den Stadtteil bezahlt gemacht. Auch die Auseinandersetzungen in der Nacht zum ersten Mai konnten an der Entwicklung nicht wirklich etwas ändern. Obwohl - oder gerade weil - in der Presse das alte Bild der Schanze als Hort des Chaos ausgemalt wurde, kam es im Stadtteil selbst zu keiner Eskalation.Im Gegenteil: Viele waren zwar über das Verhalten der Steinewerfer auf der einen oder über den Ein-satz der Polizei auf der anderen Seite schwer genervt. Den Ruf der Schanze, als innovativer, eigenwilliger Ort, in dem alle ihren Platz haben - auch ein widerständiges Projekt wie die Flora - will sich kaum einer kaputt machen lassen. Der Polizeieinsatz und die Kampagne der BILD-Zeitung haben bei einem Teil der Bewohner auch zur Solidarisierung mit der Flora geführt. Das belegen die Berichte zu den Ereignissen am 1. Mai auf Seite 8. Ein Großprojekt sorgt indes für neue Diskussionen: Die geplante Entwicklung der Messe entlang der Lagerstraße bis an die Schanze heran birgt nicht nur Chancen, sondern könnte auch neue Probleme für den Stadtteil mit sich bringen. Ein kritischer Beitrag analysiert auf Seite 5 die Planung aus der Sicht eines Grundeigentümers. Noch bis Ende des Jahres läuft im Sanierungsbeirat Karolinenviertel die erste Phase des Beteiligungs-Verfahrens. Bis dahin sollen die Anregungen und Bedenken aus Karo- und Schanzenviertel in die Planung eingeflossen sein. Zum Schluß noch ein Hinweis in eigener Sache: Im Juli verläßt Norbert Nähr die STEG und damit auch das Team der Quartiers-Manager - seinen Platz wird seine Nachfolgerin, Sabine Biermann, einnehmen. | |||
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Kontakt: Martin Brinkmann (Projektleiter), Norbert Nähr (Öffentlichkeitsarbeit) für das Quartiersmanagement | |||
http://www.schanzen-info.de
Ausgegeben am:
Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft STEG Hamburg mbH
Schulterblatt 26-36
20357 Hamburg
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