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Elterninitiative Lola&Ludwig

Kids

Machen vor, wie es geht:
Broschüre der Elterninitiative Lola&Ludwig
Kids: "Klasse, wenn's Mittagessen gäbe."
Kinder & Jugendliche

Wir stehen in den Startlöchern ...


Was kann für Kinder und Jugendliche im Schanzenviertel zusätzlich getan werden? Die STEG befragte SchülerInnen und soziale Einrichtungen: Welche Probleme im Stadtteil wirken sich negativ auf sie aus? Was könnte die Situation verbessern? Ein Ergebnis: Schulen und soziale Einrichtungen wollen ein Netzwerk knüpfen, die Schulen sich enger mit ihrer "Nachbarschaft" austauschen. Neben der Schule Ludwigstraße will nun auch die Schule Altonaer Straße den Schulhof umgestalten und für den Stadtteil öffnen.

Die Schule Altonaer Straße steht in den Startlöchern. Der Schulleiter Herr Seemann und die Elternratsvorsitzende Frau Steffens drängen darauf, den Schulhof attraktiv umzugestalten und ihn für den Stadtteil zugänglich zu machen. Die Lehrerschaft hat bereits einen Arbeitskreis zu dem Thema gebildet, die sozialen Einrichtungen in der Nachbarschaft sind dabei. Die STEG unterstützt die Initiative und versucht nun, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen. Es wurde ein Antrag bei der Schulbehörde gestellt, um für das Projekt bis zu 20.000 Mark aus deren "Innovationsfonds" zu bekommen. Davon könnte eine Honorarkraft bezahlt werden, die an der Schule als ständiger Ansprechpartner zur Verfügung steht. Auch an der Schule Ludwigstraße wurden im Rahmen des Sanierungsverfahrens Karolinenviertel schon Pläne für die Umgestaltung ihres Schulhofes erarbeitet.

Den Anstoß für das Projekt an der Schule Altonaer Straße gab unter anderem eine Umfrage zum Thema "Kinder und Jugendliche". Im Herbst 1999 fragte die STEG 39 soziale Einrichtungen sowie 221 SchülerInnen, welche Probleme sich negativ auf sie auswirken und sammelte Ideen zur Verbesserung der Situation. Die sozialen Einrichtungen zeigten sich sehr kooperativ. Es kristallisierten sich Themen heraus, die fast allen auf den Nägeln brennen. Viele bemängeln, daß die Kids mit leerem Magen in den Nachmittag gehen. Für ein Mittagessen fehlt es den Einrichtungen an Zeit, Geld und Personal. Es läge nahe, für alle einen pädagogischen Mittagstisch in der Schule Altonaer Straße einzurichten. Die Idee ist dort seit langem bekannt, doch mangelt es wie so oft am Geld. Eine Küche vorschriftsmäßig einzurichten kostet rund 300.000 bis 500.000 Mark, soviel kann sich die Schulbehörde nicht leisten. Das Projekt wird dennoch in jedem Fall weiter verfolgt.

Weitere Themen sind die Auswirkungen der Drogenszene ("... da muß man doch wohl nicht mehr drüber reden ..."), der Schmutz, vor allem der Hundedreck ("... die Kinder können ihre Umgebung nicht mehr richtig wahrnehmen, weil sie den Blick auf dem Boden halten müssen..."). Viele klagen über ein Defizit an freien Flächen, auf denen Kinder ohne pädagogische Aufsicht spielen können. Richtig sauer sind viele über die Vergabe von Hallensportzeiten an große Firmen von außerhalb - die Einrichtungen im Viertel haben oft das Nachsehen.

Die Kinder und Jugendlichen wünschen sich attraktivere Spiel- und Freizeitflächen, Hallensportzeiten, einen attraktiveren Schulhof und ein Schulrestaurant. Die Hälfte der Befragten fände es klasse, wenn sie in der Schule ein Mittagessen bekämen. Auf die Frage: "Was gefällt Dir im Stadtteil?" antworteten SchülerInnen: "Daß es hier international quer durch den Garten geht und daß kein Ausländerhass besteht!" oder: "Eigentlich nicht viel, außer daß man hier viele Döner kaufen kann". Fast alle mögen ihren Stadtteil, äußern aber auch vehement ihre Angst über die Folgen der Drogenszene und ihren Ekel vor dem Schmutz im Viertel. Schon bald wollen die sozialen Einrichtungen zusammen mit Kindern und Jugendlichen einen Kinderstadtplan entwickeln, auf dem - von der Eisdiele bis zum Spielplatz - alle für Kinder wichtigen Ziele eingezeichnet sind.

Krimhild StrengerUlrike Pelz   Kontakt:
Krimhild Strenger, STEG (Thema: Kinder und Jugendliche)
talk (040) 439 20 94
talk (040) 5 430 39 19
talk steg@steg-hh.de

Ulrike Pelz, STEG
talk (040) 43 13 93-37
talk (040) 5 439 27 58
Die Ergebnisse der beiden Umfragen können hier jederzeit kostenlos bezogen werden oder unter Materialien abgerufen werden.
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