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![]() ![]() ... die Umstellung von Sack- und Tonnen-Entsorgung forcieren. |
Wann kommen die "Schanzenkieker"?Immer mehr Bewohner und Geschäftsleute klagen über Müll und Verschmutzungen im Schanzenviertel. Im Zuge des Quartiersmanagement wurde deshalb 1999 das Konzept "Schanzenkieker" entwickelt: Ein im Quartier ansässiger Betreiber könnte zusätzlich öffentliche Gehwege, Parks, Spielplätze, aber auch private Flächen pflegen, kleine Reparaturen erledigen, Müll rasch entfernen und als Ansprechpartner vor Ort fungieren. Wann die "Schanzenkieker" kommen, ist offen. Zunächst müssen diverse Zuständigkeiten in einer Hand gebündelt werden - und das dauert. Die STEG schlägt nun zusätzliche Projekte vor, die kurzfristig Wirkung zeigen könnten. Müll und Hundekot auf den Straßen, Schmierereien an Hauswänden, Vandalismus auf Spielplätzen - ein Thema für das Schanzenviertel? Offensichtlich. Viele Menschen empfinden ihren Stadtteil als zu dreckig, wie erst jüngst eine breit angelegte Umfrage unter Schülern und sozialen Einrichtungen im Viertel belegte (siehe auch S. 6). Woran aber liegt es? Die Straßen im Schanzenviertel werden sogar öfter gereinigt, als in vielen anderen Quartieren. Spielt der Dschungel an unterschiedlichen Zuständigkeiten eine Rolle? Unter dem Arbeitstitel "Schanzenkieker" hat die STEG ein Stadtteilpflege- Konzept entwickelt, daß im Herbst 1999 auch im 9er-Gremium Unterstützung fand. Die Grundidee: Verschiedene Zuständigkeiten sollen künftig gebündelt werden. Denn bislang sind neben der Stadtreinigung (Rad- und Gehwege), auch die Gartenbauämter der Bezirke (u.a. Parks, Spielplätze) sowie private Eigentümer für die Reinigung zuständig. Beim sogenannten "Straßenbegleitgrün" ist unklar, ob der Bezirk, die Stadtreinigung oder gar die Umweltbehörde die Brennesseln schneiden oder die Cola-Dosen entfernen müssen. Diese Trennung - auch die nach privaten und öffentlichen Flächen - soll deshalb nach dem Vorschlag der STEG aufgehoben und die Aufgabe so weit wie möglich in einer Hand, beim lokalen Stadtteil-Pflege-Service ("Schanzenkieker") liegen. Die Vorteile: es gibt nur einen zentralen Ansprechpartner vor Ort, der schnell reagieren kann, sich im Viertel gut auskennt und im Idealfall Arbeitsplätze im Viertel schafft. Die ersten Schritte sind erfolgt: Die Stadtreinigung hat sich grundsätzlich bereit erklärt, das Konzept mit zu tragen. Die STEG führt seitdem Gespräche mit der im letzten Jahr gegründeten Stadtteil-Reinigungs-Gesellschaft (STR), einem Tochterunternehmen der Stadtreinigung. Hier könnte das "Schanzenkieker"-Team angegliedert sein. Die Umsetzung könnte - wenn alles glatt geht - in den Sommermonaten beginnen. Die STEG hat vorab Vorschläge für Sofortmaßnahmen entwickelt: Eigentümer sollen Zuschüsse bekommen, wenn sie Hauswände bei Schmierereien rasch reinigen lassen (ausdrücklich ausgenommen: "gelungene" Graffities). Kinder und Jugendliche könnten Patenschaften übernehmen und - wie schon in anderen Stadtteilen - Reinigungsaktionen veranstalten, die Umstellung von Sack- auf Tonnen-Entsorgung soll forciert werden, denn noch haben 85 Häuser im Gebiet keine festen Müllbehälter. Außerden sollen regelmäßig Sperrmüll-Aktionen gestartet werden, vielleicht in Verbindung mit einer Tauschbörse. | |||
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Kontakt: Kurt Reinken, STEG | |||
http://www.schanzen-info.de
Ausgegeben am:
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