Freie und Hansestadt
Hamburg
Bezirksamt Altona
Beauftragte für Beschäftigung und
soziale Stadtteilentwicklung
2.
April 2001
der 23.Sitzung des 9er – Gremiums zur
bezirksübergreifenden Zusammenarbeit
“Quartiersentwicklung Schanzenviertel”
vom 28.03.2001
SPD Mitte
– Herr Stölting
Altona
- Herr Emmel
Eimsbüttel Frau Reinhardt
Grüne / GAL Mitte
- Frau Herr Lieven, Frau
Kaufner
Altona Frau Boehlich, Herr Below
Eimsbüttel
CDU Mitte Herr Kühlhorn
Altona Frau Will
Eimsbüttel
Verwaltung
Mitte Herr Thomsen, Frau Koch,
Herr Schetschok
Altona Frau Schmoock
Eimsbüttel Herr Buff
STEB Frau Kluczny, Frau Schmitt
STEG Herren Voß u. Brinkmann, Frau Pelz
Herren
Schröder u. Heise – Behörde für Inneres,
Herr Schmitt – Freiraum e.V.,
Frau
Schnoor – VHS Mitte / Nord
Frau Thomas, weitere Gäste
Protokoll
gez.
Stölting J.Schmoock
Bürgersprechstunde Frau Thomas verließt einen
Brief der IG – Schanzenstraße an den Polizeipräsidenten Herrn Dr. Woydt zum
Thema Beeinträchtigungen durch Drogendealer rund um den Sternschanzenbahnhof. Herr Stölting erläutert,
dass der Auftrag des 9er – Gremiums die bezirksübergreifende Koordination
ist. Daher können Probleme, die einen Bezirk oder andere Stellen betreffen,
nur in begrenztem Maße im Rahmen der Arbeit des 9er – Gremiums aufgegriffen
werden. |
Das Schreiben ist dem
Protokoll in der Anlage beifügt. Herr Stölting bittet
darum, eventuell vorliegende Antworten des Bezirksamtsleiters Eimsbüttel und
der Behörde für Inneres zu Protokoll zu geben. |
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TOP 0 – Protokoll Es bestehen keine
Änderungswünsche. |
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Er erkundigt sich nach der
Größe der Freifläche und fragt, warum diese, aus Sicht der Behörde für
Inneres nicht ausreichend sei. Herr Schetschok führt aus,
dass durch die Veränderung des Baukörpers eine ca. 150m2 große Freifläche auf
dem Gelände der Einrichtung geschaffen werden kann. Die Trennung zum
Straßenraum kann durch einen begrünten Zaun oder ähnliches erfolgen. Herr Schröder erläutert,
dass zur Prüfung der Variante 4 seitens der Behörde für Inneres eine Vor –
Ort Begehung stattgefunden hat. Zudem wurden Szenarien entworfen, über eine
mögliche Entwicklung der Szene an diesem Standort. Im Ergebnis ist aus Sicht
der Behörde für Inneres, die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich Ansammlungen vor
der Einrichtung bilden, die öffentlich sichtbar sind. Daher spricht sich
seine Behörde dafür aus, eine Eingangssituation im nördlichen Bereich zu
schaffen. Herr Brinkmann weist
darauf hin, dass die angrenzende Fläche der Sprinkenhof AG dem Fleischgroßmarkt
zugeschlagen werden soll. Auf Wunsch u.a. der
Behörde für Inneres wurde die Eingangssituation in der Variante 4 dahingehend
verändert, dass sich der Eingang nicht mehr an der Ecke Lagerstraße /
Schanzenstraße befindet. Herr Brinkmann fragt, ob
dass Votum der Behörde für Inneres für den Standort aufrecht gehalten wird,
sollte die gewünschte Verlagerung des Eingangsbereichs nicht möglich sein. Herr Lieven erkundigt
sich, wie der Spritzentausch zukünftig organisiert werden soll. Herr Kammerahl weißt
darauf hin, dass die Variante 4 ein Entwurf ist, der baulich ausgestaltet
werden muß. Der Spritzentausch ist in
der vorgelegten Variante vorgesehen im nördlich Bereich des Neubaus über eine
“Schaltersituation”. Das Raumprogramm der Einrichtung ist im Entwurf untergebracht.
Der Kellerraum im Altbau könnte von der Einrichtung als Lager genutzt werden. Die Anlieferung für die
Veterinäre muß neu organisiert werden. Herr Brinkmann führt aus,
dass nach seiner Kenntnis die derzeit bestehenden Mietverträge, auf dem
Gelände der Sprinkenhof AG, 2003 auslaufen. Ab diesem Zeitpunkt sollte der
ehemalige Viehhalle komplett dem Fleischgroßmarkt zugeschlagen werden. Die
gesamte Anfahrt des Geländes muß spätestens zu diesem Zeitpunkt neu geregelt
werden. Frau Reinhardt erkundigt
sich, warum der Wunsch nach einen nördlich gelegenen Eingangsbereich erst so
spät von der Behörde für Inneres formuliert wird. Herr Schröder teilt mit,
dass dieser Wunsch auf der Sitzung vom 9.03. geäußert wurde. Herr Stölting führt aus,
dass die vorgestellte Variante 4, dem auf der Sitzung vom 9.03. erzielten
Kompromiß entspricht. Herr Heise erinnert daran,
dass dem Kompromiß unter dem Vorbehalt der jeweiligen behördeninternen
Abstimmung zugestimmt wurde. Die Pläne der Messeerweiterung sind in der
hausinternen Bewertung der Behörde für Inneres nicht berücksichtigt worden. Frau Kaufner erinnert
daran, dass die Zustimmung der Behörde für Inneres zum Standort Lagerstraße
in den Protokollen des 9er – Gremiums festgehalten ist. Herr Schröder führt aus,
dass aus Sicht der Behörde für Inneres nach wie vor der Standort Lagerstraße
als für das Viertel insgesamt geringer belastend angesehen wird, jedoch hält
die Behörde für Inneres einen vom Verkehrsraum abgewandten Eingangsbereich
für erforderlich, um die für den Bereich Schanzenstraße zu erwartenden
Belastungen möglichst gering zu halten. Anders würde zwar eine
Entlastung für den Bereich Schulterblatt erreicht werden, aber eine Belastung
für den Bereich Schanzenstraße wahrscheinlich werden. Herr Emmel entnimmt den
bisherigen Äußerungen, dass der Standort einer gewissen Beliebigkeit
unterliegt. So bewertet, handelt es sich nur um eine Problemverlagerung. Er
empfiehlt, dass die Behörden untereinander die Ausgestaltung der Variante
klären sollten. Herr Brinkmann legt eine
Folie mit einem Übersichtsplan auf. Er weißt auf das Gefälle zwischen den
Grundstücken hin und darauf, dass die Erschließung des ehemaligen Viehhofes
in dem Bereich erfolgen muß, in dem die Behörde für Inneres den Eingang für
die Einrichtung wünscht. Herr Kühlhorn erkundigt
sich nach der Kostenschätzung für die Variante und danach, wer die Kosten
übernimmt. Herr Kammerahl führt aus,
dass für Investitionen im Bereich Drogen und Sucht in der Regel keine Mittel
veranschlagt werden, dies gilt auch für die Fixsternverlagerung. Es können
jedoch Mittel aus Haushaltsresten bis zu einer Höhe von 500.000 DM zur
Verfügung gestellt werden. Frau Kluczny erläutert für
die STEB, dass über die anteilige Finanzierung noch verhandelt werden muß. Herr Schetschok weist auf
einen ersten Kostenüberschlag von 1,2 Mio. hin. Dieser wurde in der letzten
Sitzung ausführlich erläutert. Genauere Schätzungen konnten bislang nicht
vorgenommen werden. Herr Kühlhorn spricht sich
für eine Schließung der illegalen Verschläge, und fragt, ob deren Beseitigung
durch die Behörde für Inneres garantiert werden kann. Aus der Sicht von Herrn
Buff ist die Schaffung einer nördlichen Eingangssituation ohne Vorplatz und
über ein fremdes Grundstück nicht denkbar. Herr Thomsen – Mitte –
erinnert daran, dass mit der Vergrößerung des Cafebereichs, die Erwartung
verbunden ist, dass dieser Bereich eine Auffangfunktion für die Wartenden
erfüllt. Herr Schröder bestätigt
dies, jedoch ist davon auszugehen, dass es keine Garantien dafür gibt, dass
diese Funktion von den Besuchern der Einrichtung auch angenommen wird. Im Falle einer nördlichen
Eingangssituation ist die Sichtbarkeit der Wartenden wesentlich geringer. Herr Kammerahl führt aus,
dass eine nördliche Eingangssituation aus der Sicht der BAGS, aufgrund der
dann entstehenden Hinterhofsituation, abzulehnen ist. Er weist auf die
unterschiedliche Aufträge der beteiligten Fachbehörden hin, dem
gesundheitspolitischen Auftrag einerseits und dem ordnungspolitischen Auftrag
andererseits. Herr Stölting erinnert an
den Ausgangspunkt der Diskussionen um die
Verlagerung des Fixstern. Die im Verlauf der Diskussion entwickelten
Eckpunkte sind in die Variante 4 eingeflossen: großer Cafebereich, zur
Einrichtung gehörender Vorplatz, keine Wohnbebauung auf der Straßenseite,
direkte Nähe zum ÖPNV. Mit der Verlagerung können
nicht alle im Zusammenhang mit der Drogenszene im Quartier stehenden Probleme
gelöst werden. Den Standort sieht er durch die Einwände der Behörde für
Inneres nicht entwertet. Zwischen den beteiligten Fachbehörden wird auf
Amtsleiterebene eine Arbeitsgruppe einrichtet werden, um die Thematik Hamburg
weit koordiniert anzugehen. Aus der Sicht von Herrn
Lieven kann nur ein verteiltes Angebot zur Lösung des bestehenden Drucks auf
das Quartier beitragen. Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen
fachpolitischen Aussagen ist die vorgeschlagene Variante nicht
entscheidungsreif. Herr Kühlhorn führt aus,
dass eine Entscheidung erst getroffen werden kann, wenn alle erforderlichen
Fakten vorliegen. Dazu gehört auch eine genaue Kostenschätzung. Die Haltung
der Behörde für Inneres kann bei einer Entscheidung nicht übergangen werden. Zum Thema der illegalen
Verschläge führt Herr Schröder aus, dass eine dauerhafte Beseitigung nicht
durch die Behörde für Inneres garantiert werden kann, da dieses in der
Zuständigkeit der jeweiligen Eigentümer liegt. Entscheidend ist, ob die Szene
zum neuen Standort gezogen werden kann. Eine wichtige Rolle dabei, spielt
auch der Unterstand an der Flora. Herr Kammerahl unterstützt
diese Einschätzung. Frau Schmoock teilt mit,
dass im Zuge der Planungen der Verlagerung des Fixstern berücksichtigt wurde,
den Unterstand an der Flora zu beseitigen. Frau Will schlägt vor, den
Anbau ein wenig nach Süden zu verschieben, auf diese Weise könnte eine
Innenhofsituation geschaffen werden. Herr Brinkmann weist
darauf hin, dass mit einer Verlagerung der Einrichtung, die Arbeit an der
Drogenproblematik im Quartier nicht beendet sein wird. Im Augenblick ist
jedoch die entscheidende Frage, was in dieser Legislaturperiode noch bewegt
werden kann. Er erinnert daran, dass
zur Verbesserung der Situation, die Verbindung zwischen dem Standort der
Einrichtung, der Nähe zum Florapark und zur Alten Flora aufgelöst werden muß. Herr Schröder führt aus,
dass der Standort Lagerstraße innerhalb der Behörde für Inneres weiterhin
positiv beurteilt wird, jedoch sollte die Eingangssituation im nördlichen
Bereich geschaffen werden. Aus der fachlichen Sicht
der BAGS kann die Variante 4 realisiert werden, so Herr Kammerahl. Herr Stölting schlägt vor,
dass die weitere Beratung in den Fraktionen erfolgen sollte, um in der
Aprilsitzung des 9er – Gremiums eine Entscheidung zu treffen. Er weist auf die
öffentliche Veranstaltung am 02.04.01 hin. Frau Kaufner bittet darum,
den Vermerk über die Sitzung vom 09.03.01 dem 9er – Gremium zugänglich zu
machen, ebenso die Pläne für die Variante 4. |
Das Protokoll der
Veranstaltung ist beigefügt. Beide Unterlagen wurden
mittlerweile an die Fraktionsmitglieder des 9er – Gremiums verschickt, ebenso
eine Kostenschätzung von M / BA4. |
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TOP 2 - Schnittstellenprojekte – Vorstellung des
Projektantrags durch Herrn Kühn vom Träger SME |
Die Handlungsfelder und
die darin vorgesehenen Projekte sind dem Protokoll in der Anlage beigefügt. Siehe Anlage |
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TOP 3 – Sachstand zum
Floragebäude Frau Schmoock führt aus,
dass umfassende Informationen über den Verkauf des Gebäudes bereits der
Presse zu entnehmen waren. Der Veräußerungsvertrag
ist am 26.03. unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Bürgerschaft geschlossen
worden. Der Vertrag liegt in der
Bürgerschaftskanzlei für Mitglieder der Bürgerschaft zur Einsicht aus. Die Beratung erfolgt am
10. oder 25.04.. Die Entscheidung für den
Käufer wurde vor dem Hintergrund des betont zurückhaltenden Nutzungskonzeptes
getroffen. Die Nutzung als selbstverwaltetes Kulturzentrum ist ausdrücklich
festgeschrieben. |
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TOP 4 –
Sachstandsbericht des Quartiersmanagers Herr Brinkmann berichtet,
dass die Umgestaltung des Schulhofs Altonaer Straße durch die BSJB beauftragt
wurde. Herr Emmel erkundigt nach
dem Umgang mit den Einkaufswagen, die vom Projekt Stadtteilpflege
aufgesammelt werden. Da die Supermärkte die Einkaufswagen nicht zurücknehmen,
erfolgt deren Verschrottung. Er fragt, ob es nicht möglich wäre, die Wagen
einer anderen Nutzung zuzuführen. Herr Roehl bestätigt, dass
die Verschrottung derzeit das gängige Verfahren der Stadtreinigung ist. Es
hat über den Schanzenkieker initiiert erste Gespräche über andere
Verwertungsmöglichkeiten gegeben. Herr Brinkmann schlägt
vor, einen ausführlichen Bericht über den Stand des Gesamtprojektes in der
April- oder Maisitzung zu geben. |
Ausführlicher Bericht über
das Projekt Schanzenkieker in der April- oder Maisitzung. |
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TOP 5 – Verschiedenes Herr Stölting spricht die
noch verbleibenen Sitzungstermine bis zur Sommerpause an. |
Termine 9er – Gremium bis
zur Wahl- und Sommerpause: 18.04.2001 16.05.2001 20.06.2001 Die erste Sitzung nach der
Wahl könnte am 21.11.2001 stattfinden. Sitzungstermin im Dezember
wäre der 19.12.2001 |